Blackrock erwirbt Hotel Excelsior in München von Familie Geisel

| Hotellerie Hotellerie

Foto: IMAGO / S. Gottschalk

Mehrere Medien berichten übereinstimmend über den Verkauf des Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt. Die Hoteliersfamilie Geisel veräußert das traditionsreiche Vier-Sterne-Haus nach 88 Jahren im Familienbesitz an den US-Investor Blackrock Real Estate.

Übernahme durch Investmentfonds

Das Objekt in der Schützenstraße wechselt in das Portfolio eines europäischen Value-add-Fonds von Blackrock. Der Übergang erfolgt in Zusammenarbeit mit der Betreibergesellschaft Siggis Capital. Zum Umfang der Transaktion gehören 114 Zimmer und Suiten, fünf Tagungsräume sowie das Restaurant Vinothek. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis, wobei Marktbeobachter den Wert der Immobilie zuletzt auf rund 60 Millionen Euro schätzten.

Erhalt der Arbeitsplätze und Fortführung

Nach Angaben der Familie Geisel wurde die Entscheidung zum Verkauf nach sorgfältiger Prüfung getroffen. Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist die Standortgarantie: Das Gebäude soll weiterhin als Hotel betrieben werden. Zudem ist vorgesehen, dass alle rund 100 Mitarbeiter übernommen werden, sofern diese dem Übergang zustimmen. Das künftige Betriebskonzept sowie ein möglicher neuer Name für das Haus am Hauptbahnhof sind noch nicht bekannt.

Rückzug der Familie Geisel aus dem Eigenbesitz

Mit dem Verkauf des Excelsiors trennt sich die Familie Geisel von einer weiteren zentralen Immobilie ihres Portfolios. Zuvor wurde bereits das Hotel Königshof am Stachus veräußert. Das Umfeld des Hotels Excelsior ist derzeit durch den Leerstand des gegenüberliegenden ehemaligen Kaufhof-Komplexes geprägt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Immobiliengesellschaft Aroundtown, der die acht bislang unter der Marke Seminaris betriebenen Hotelimmobilien gehören, erklärt, die Häuser würden weiterhin unter dieser Marke geführt. Doch vier Hotels fehlen auf der Seminaris-Website und werden bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten – drei davon ausdrücklich mit dem Zusatz „ehemals Seminaris“.

Gezeiten Suites eröffnen am 1. Oktober 2026 ihr zweites Apartmenthaus in Büsumer Deichhausen an. Die 23 Apartments bieten Platz für zwei bis vier Personen, zehn Einheiten verfügen über eine eigene Sauna.

Smartments hat 206 Serviced Apartments im Berliner Quartier Forty4 angemietet. Die Eröffnung ist für 2029 geplant; nahezu alle Einheiten sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Im Sheraton Hannover Pelikan Hotel hat Künstler Sascha Dahl eine Art Suite mit 18 Werken eröffnet. Die Zusammenarbeit soll künftig durch Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.

CityHub plant ein Hotel mit 139 Einheiten am Leipziger Platz in Berlin. Für den Standort sollen rund 2.100 Quadratmeter bestehende Einzelhandelsfläche umgebaut werden.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.