Booking-Zahlen: Gute Ergebnisse und gemischte Aussichten

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Hotelkonzerne glänzen derzeit mit Rekordergebnissen, die im zweiten Quartal des Jahres erzielt wurden. So lag auch Buchungsriese Booking in dem Zeitraum mit seinem Ergebnis zwar über den Prognosen, verfehlte beim Umsatz die Markterwartungen. Zudem wird ein nachlassendes Wachstum des Reisemarktes signalisiert. 

Der Umsatz für das am 30. Juni beendete Quartal stieg auf 4,29 Milliarden Dollar, verfehlte aber die Schätzung der Analysten von 4,32 Milliarden Dollar. Ohne Berücksichtigung von Sonderposten lag der Gewinn bei 776 Millionen Dollar oder 19,08 Dollar pro Aktie und übertraf damit die Schätzungen von 17,57 Dollar pro Aktie.

Booking erwartet zwar nach Aussagen von CEO Glenn Fogel für das dritte Quartal einen Rekord-Umsatz. In der Telefonkonferenz des Unternehmens stellte Fogel jedoch zugleich fest, dass sich das Wachstum der Brutto-Buchungen seit Ende des Quartals verlangsamt habe.

Die Aktien des Unternehmens fielen im verlängerten Handel um drei Prozent, was die Erwartungen der Anleger hinsichtlich der Nachfrage für die erwartete Sommerreisesaison widerspiegelt.

Der Konkurrent von Booking, der Ferienvermieter Airbnb Inc., verzeichnete am Dienstag ebenfalls moderate Buchungen und prognostizierte für das laufende Quartal ähnliche Buchungen wie im Vorjahr. (Tageskarte berichtete)

Die Lockerung von Beschränkungen und die aufgestaute Reiselust haben die Nachfrage nach Hotelzimmern angekurbelt, da die Reisenden ihren Urlaub wieder aufgenommen haben, was die Preise für Hotelzimmer in die Höhe getrieben hat.

Booking meldete demnach einen Anstieg der Reisebuchungen um 57 Prozent und verzeichnete insbesondere einen Anstieg der internationalen Buchungen, da die Verbraucher zu ihren bevorzugten Reisezielen in Europa und Nordamerika reisten.

Monatelang hatten Fogel und seine Kollegen von Airbnb und Expedia Group Inc. eine der heißesten Sommersaisons aller Zeiten erwartet, nachdem es zwei Jahre lang einen Nachholbedarf nach den Beschränkungen des Covid-19 gab. Doch das Chaos auf dem Reisemarkt - von gestrichenen Flügen über verlorenes Gepäck bis hin zu explodierenden Preisen - hat Zweifel an den Aussichten für den Rest des Jahres aufkommen lassen.

In einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte Finanzvorstand David Goulden, dass sich die Wachstumsraten im Juli im Vergleich zum Juni in allen Regionen abgeschwächt habee, wobei Nordamerika die geringste Veränderung aufweisen würde.


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