Booking.com stoppt Nachhaltigkeitsprogramm

| Hotellerie Hotellerie

Booking.com stellt sein Nachhaltigkeitsprogramm ein, nachdem die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) es als irreführend bezeichnet hat. Das sogenannte „Travel Sustainable Programm“ wird nun weltweit offline genommen.

Die ACM bemängelte, dass die Bezeichnung „Nachhaltiges Reisen“ irreführend sei und den Eindruck erwecken könnte, dass alle Reisen nachhaltig seien. Zudem könne es ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Nachhaltigkeitsbemühungen von Unterkünften vermitteln. Booking.com hat sich laut Berichten dazu verpflichtet, den Programmnamen nicht mehr zu verwenden und die damit verbundenen Bewertungen abzuschaffen.

Zudem wird das Unternehmen keine Symbole wie grüne Blätter mehr anzeigen und an einem neuen, verbesserten System arbeiten, das auf eine externe Zertifizierung zurückgreift und darauf abzielt, die Unterkünfte nachhaltiger zu machen. Dies soll Verbrauchern dabei helfen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, und Unternehmen ermutigen, in Nachhaltigkeit zu investieren. Insbesondere wird in Zukunft eine Zertifizierung durch Dritte im Rahmen der Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit bei Booking eine größerer Rolle spielen. Hierzu informiert Booking auch in seinen FAQs.

Im April 2022 meldete Booking.com, dass mehr als 100.000 auf der Website gelistete Hotels ein Travel Sustainable-Badge erhalten hatten und das Unternehmen sie damit für ihre Bemühungen um Nachhaltigkeit auszeichnete. Das waren mehr als 25 Prozent der 400.000 "Hotels, Motels und Resorts", die in diesem Jahr auf Booking.com gelistet waren.

Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte teilte am Montag mit, dass Booking.com dieses Nachhaltigkeitsprogramm "offline" nimmt und fügte hinzu, dass das Unternehmen die Regulierungsbehörde darüber informiert hat, dass "sie an einem verbesserten System arbeiten".

Ein Booking.com-Sprecher spielte das Ende des Travel Sustainable-Programms gegenüber "Skift" herunter.

"Diese Arbeit wird sich nicht ändern, aber die Art und Weise, wie sie angezeigt wird, wird sich leicht ändern", sagte der Sprecher. "Wir werden nun offizielle Zertifizierungshinweise für diejenigen Partner einfügen, die von staatlich anerkannten Drittparteien für Nachhaltigkeit zertifiziert sind. Bei denjenigen, die die Anforderungen für eine offizielle Zertifizierung nicht ganz erfüllen, werden wir weiterhin Informationen über einige der Schritte, die sie für die Verbraucher unternehmen, einfügen. Aber wir werden kein gestaffeltes System haben".

Booking.com hat eine FAQ für Partner über die "Entwicklung" seines Nachhaltigkeitsprogramms und erklärte, dass es sich stärker auf Zertifizierungen von Dritten verlassen wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.