Brandschutzmängel - Crans-Montana schließt Hotel mit sofortiger Wirkung

| Hotellerie Hotellerie

Die Behörden in Crans-Montana haben die sofortige Schließung des Hôtel du Golf et des Sportsangeordnet. Grund für diese drastische Maßnahme sind laut einer offiziellen Mitteilung schwerwiegende Mängel beim Brandschutz, die trotz mehrfacher Aufforderung nicht behoben wurden. Die Polizei wurde am 5. Februar 2026 mit dem Vollzug der Entscheidung beauftragt.

Missachtung von Brandschutzvorschriften führt zur Schließung

Die Probleme begannen bereits im Sommer des vergangenen Jahres. Am 4. August 2025 stellte die Gemeinde Crans-Montana bei einer Routinekontrolle fest, dass das Hotel die geltenden gesetzlichen Anforderungen an die Brandprävention nicht erfüllt. Die Betreibergesellschaft Hôtel du Golf et des Sports SA wurde daraufhin schriftlich auf die Versäumnisse hingewiesen.

Nachdem mehrere Mahnungen wirkungslos geblieben waren, setzte die Verwaltung am 16. Dezember 2025 eine letzte Frist bis zum 15. Januar 2026. Da die geforderten Nachbesserungen auch innerhalb dieses Zeitraums nicht umgesetzt wurden, schlug der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde die Schließung vor.

Kantonale Prüfung bestätigt Gefahrenlage

Vor der endgültigen Stilllegung des Betriebs fand am 4. Februar 2026 eine erneute Begehung vor Ort statt. An dieser nahmen Vertreter des Kantonalen Feuerwehramtes sowie der kommunale Sicherheitsbeauftragte teil. Das kantonale Amt bestätigte die Einschätzung der Gemeinde und stimmte der Schließung zu. Am darauffolgenden Tag, dem 5. Februar 2026, verabschiedete der Gemeinderat den entsprechenden Beschluss, der eine unverzügliche Räumung und Schließung durch die Polizei vorsah.

Unterstützung bei der Umquartierung der Hotelgäste

Um die Auswirkungen für die betroffenen Reisenden zu minimieren, arbeitet die Organisation Crans-Montana Tourismus & Kongress eng mit den Behörden zusammen. Aktuelle Gäste des Hauses erhalten Unterstützung bei der Suche nach einer gleichwertigen Unterkunft in der Region, um ihren Aufenthalt fortsetzen zu können.

Bei einem Unglück waren in der Neujahrsnacht 40 Menschen ums Leben gekommen, als in einer Bar in Crans-Montana bei einer Silvesterparty Feuer ausbrach. Zudem erlag ein 18-Jähriger Ende Januar seinen Verletzungen. Rund 80 Überlebende kamen mit teils schweren Brand- und Rauchverletzungen in Krankenhäuser. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Sauerland bekommt ein neues Aushängeschild: Im Herbst 2026 eröffnet in Willingen das Hotel Schutzhütte. Mit 69 Zimmern, neun Chalets und einer direkten Verbindung zum Lagunenbad setzen die Inhaber Sandra und Marc Vollbracht auf ein modernes Design- und Lifestyle-Konzept für neue Zielgruppen.

Das Hotel Waldkater in Rinteln kehrt nach vierjährigem Leerstand in den Verbund der Ringhotels zurück. Die neuen Inhaber, Box-Weltmeister Piergiulio Ruhe und Gastronom Kemal Yilmaz, setzen auf eine Kombination aus moderner Hotellerie und traditioneller Braukunst.

Das Hotel Falter in Drachselsried setzt seinen Wachstumskurs im Jahr 2026 fort. Nach einer Verdopplung der Restaurant-Gästezahlen setzt der Betrieb auf optimierte Küchenprozesse durch die Beratung von Stefan Marquardt, personelle Verstärkung und eine geplante Erweiterung der Zimmerkapazitäten.

Die Wiener Hotelgruppe Schani expandiert im Jahr 2026 um zwei weitere Standorte. Während das Hotel Schani City im Frühjahr in der Leopoldstadt startet, folgt im Herbst ein weiteres Haus am Naschmarkt.

Motel One baut die eigene Präsenz auf dem österreichischen Markt aus. Bis zum Jahr 2029 soll das Portfolio im Nachbarland auf insgesamt 13 Häuser anwachsen. Ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie ist die Verdichtung des Angebots in Wien.

Das Grand Resort Bad Ragaz modernisiert ab Februar 2026 das Erdgeschoss des Grand Hotel Hof Ragaz. Trotz der umfassenden Bauarbeiten an der kulinarischen Infrastruktur und den öffentlichen Bereichen bleibt der Hotelbetrieb in wesentlichen Teilen des Resorts erhalten.

Die Verträge für das 200-Millionen-Euro-Projekt am Südstrand von Fehmarn sind unterzeichnet. In einer Kooperation zwischen der Fehmarn Südstrand GmbH und der österreichischen Familux-Gruppe entsteht bis Anfang der 2030er Jahre ein neues Familienresort nebst Ferienwohnungen, das jährlich 130.000 zusätzliche Übernachtungen generieren soll.

Das sogenannte Multisourcing der Buchungsportale sorgt für Unmut in der Hotellerie. Der Hotelverband Deutschland (IHA) warnt vor unklaren Zuständigkeiten und einem Kontrollverlust über die Preise. Geschäftsführer Tobias Warnecke fordert in einem neuen Blogpost verbindliche Regeln und mehr Transparenz für Betriebe und Gäste.

Glanzvoller Abend in Mainz: Thies Sponholz gewinnt die begehrte Auszeichnung als Hotelier des Jahres 2026 für seine Arbeit im Hamburger The Fontenay. Zudem wird die langjährige DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt.

Die Lindner Hotel Group etabliert ein neues externes Beratergremium. Dieses soll das Management bei der strategischen Neuausrichtung sowie der kommerziellen Performance unterstützen und Impulse für das künftige Wachstum der Hotelmarken liefern.