Britische Wettbewerbsbehörde untersucht Datenaustausch bei Hotelkonzernen

| Hotellerie Hotellerie

Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat eine Untersuchung gegen die Hotelketten Hilton, IHG Hotels und Marriott sowie den Datenanalysedienstleister CoStar eingeleitet. Wie die Behörde am 2. März 2026 mitteilte, bestehe der Verdacht, dass die Unternehmen wettbewerbssensible Informationen über das Analysewerkzeug STR ausgetauscht haben könnten. Die Ermittlungen richten sich gegen alle vier beteiligten Unternehmen, um zu prüfen, ob durch diesen Informationsfluss der freie Wettbewerb im Hotelmarkt beeinträchtigt wurde.

Tauschen konkurrierende Unternehmen wettbewerbsrelevante Informationen?

Die CMA wirft die Frage auf, ob die Nutzung des eines Datenanalyse-Toolsdazu dazu führe, dass die normalerweise bestehende Unsicherheit über das Verhalten der Konkurrenten verringert werde. Laut Angaben der CMA können Algorithmen und Datenanalysen zwar grundsätzlich zu intensiverem Wettbewerb und niedrigeren Preisen führen, doch berge der Austausch sensibler Daten Risiken. Wenn konkurrierende Unternehmen über einen Dritten Einblick in strategische Details erhielten, werde es für sie einfacher, das Verhalten der Mitbewerber vorherzusagen und ihr eigenes Handeln entsprechend zu koordinieren. 

Rechtliche Einordnung und Verfahrensablauf

Die Ermittlungen basieren auf dem britischen Wettbewerbsgesetz von 1998. Die Behörde betont in ihrer Bekanntmachung, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Annahmen darüber getroffen werden dürfen, ob tatsächlich gegen geltendes Recht verstoßen wurde. Nach einer Phase der Informationsbeschaffung wird die CMA entscheiden, ob eine Mitteilung über Beschwerdepunkte herausgegeben wird, falls sich die vorläufige Ansicht erhärtet, dass das Wettbewerbsrecht verletzt wurde. Die Untersuchung ist Teil eines umfassenderen Bestrebens der Behörde, sicherzustellen, dass neue Technologien den fairen Wettbewerb unterstützen und den Konsumenten nicht schaden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Aparthotel-Betreiber Adagio blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Rekordumsatz von 339 Millionen Euro und einer hohen Auslastung festigt das Unternehmen seine Position und kündigt für 2026 weitere Standorteröffnungen an.

Marriott International blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 in der EMEA-Region zurück. Mit über 230 neuen Verträgen und einem Fokus auf Luxusobjekte, Markenresidenzen sowie das mittlere Preissegment, festigt der Konzern seine Präsenz in der Region.

Die Radisson Hotel Group kündigt das neue Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg an. Durch eine Konversion entsteht bis Mitte 2026 in Kooperation mit der GCH Hotel Group ein Tagungshotel mit über 1.700 Quadratmetern Eventfläche nahe dem Hauptbahnhof.

Die Radisson Hotel Group debütiert in Neuseeland: Das neu eröffnete Radisson RED Auckland setzt im Herzen des Kunstviertels auf theatralisches Design und verfügt über die landesweit größte Dachterrasse.

Die The Chocolate on the Pillow Group schließt das Rebranding in Hannover ab: Nach einer Investition von 4 Millionen Euro wurde das ehemalige Ghotel als Four Points Flex by Sheraton neu eröffnet.

Die GCH Hotel Group übernimmt das Management des markanten Pyramiden-Hotels in Fürth. Ab März 2026 firmiert das Haus unter der Marke Radisson Individuals und setzt auf eine Verbindung von eigenständiger Architektur und internationalem Vertrieb.

Die tschechische Region Liberec kauft für rund 7,5 Millionen Euro das ikonische Bauwerk auf dem Ještěd. Der Deal umfasst neben dem markanten Fernsehturm auch das geschichtsträchtige Berghotel und Restaurant, deren Erhalt und Sanierung nun durch die öffentliche Hand gesichert werden.

Der Europa-Park baut seine Marktführerschaft in der deutschen Freizeitgastronomie weiter aus. Bei der Wasserwelt Rulantica soll ein siebtes Hotel mit 350 Betten entstehen. Während die Auslastung der bestehenden Häuser Rekordwerte erreicht, rücken bei der neuen Erweiterung vor allem Nachhaltigkeit und ein neues Verkehrskonzept in den Fokus der Planer.

Strategische Erweiterung in der Rhön: Die Ritter von Kempski Group übernimmt die renommierte Fachklinik Dr. von Weckbecker. Mit Millioneninvestitionen und einem Fokus auf präventive Medizin soll der Standort Bad Brückenau zukunftssicher aufgestellt werden.

Das Hilton Berlin am Gendarmenmarkt schließt einen weiteren Abschnitt seiner Modernisierung ab. Das Haus eröffnet in seiner markanten Glaskuppel die „Beletage“ sowie eine neu gestaltete Executive Lounge.