Bürgerbegehren gegen Hotel am Forggensee

| Hotellerie Hotellerie

Der Inhaber des Füssener Festspielhauses möchte am Ufer des Forggensees ein Luxushotel mit 149 Zimmern, großem Wellnessbereich und Tagungszentrum bauen. Damit möchte er unter anderem die Zukunft des privatfinanzierten Musiktheaters sichern, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtet.

Die Naturschützer halten davon allerdings wenig und wollen die Planungen nun mit einem Bürgerbegehren stoppen. Die Initiatoren werfen dem Inhaber des Festspielhauses laut BR vor, rein privatwirtschaftliche Zwecke zu verfolgen und somit das Allgäuer Landschaftsbild und wertvolle Biotope für Tiere und Pflanzen zu zerstören. 

Einen Mehrwert für die einheimische Bevölkerung wird ebenfalls angezweifelt. Stattdessen befürchten die Naturschützer noch mehr Touristen in Füssen und am Forggensee. Zudem habe die Stadt schon heute ein Verkehrsproblem und der Füssener Arbeitsmarkt in der Hotellerie und Gastronomie sei ohnehin bereits leergefegt.

Obwohl sich der Verantwortliche des Festspielhauses im April dazu bereiterklärt hatte, die Länge des geplanten Hotels zu reduzieren und die Fassade aus natürlichen Materialien zu errichten, ist der Kompromiss mit dem Start des Bürgerbegehrens offensichtlich gescheitert. Nun brauchen die Naturschützer laut BR knapp 1.300 Unterschriften der Anwohner, um anschließend einen Bürgerentscheid zu beantragen. Ist dieser dann zulässig, stimmen die wahlberichtigten Füssener über das geplante Hotel ab. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das frühere Wyndham Grand Salzburg tritt künftig unter der Marke Radisson Blu auf. Das Haus verfügt über 262 Zimmer und 1.785 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und positioniert sich verstärkt im Tagungs- und Geschäftsreisemarkt.

Die DSR Hotel Holding eröffnet am 6. Juli 2026 das neue Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen mit 69 Zimmern im ehemaligen Reindl's Partenkirchner Hof. Das neue Haus ist ab sofort buchbar und erweitert das Alpen-Portfolio des Unternehmens.

Das Hotel Gut Ising am Chiemsee investiert in den Bau von zwei neuen Wohngebäuden für seine Angestellten. Bis Oktober entstehen insgesamt 37 Einheiten mit 60 Betten sowie verschiedene Gemeinschaftseinrichtungen für Auszubildende und Fachkräfte.

Das Webers Hotel im Essener Ruhrturm wird künftig von Signo Hospitality betrieben und schließt sich der Accor-Gruppe an. Ab Ende 2026 sind umfassende Renovierungsarbeiten und ein Markenwechsel des Hauses mit 137 Zimmern geplant.

Eine Studie von HotellerieSuisse zeigt den anhaltend hohen Einfluss von Buchungsplattformen auf die Preisgestaltung in der Schweizer Hotellerie. Hotels berichten zunehmend über Preisunterbietungen und eingeschränkte Kontrolle im digitalen Vertrieb.

Das „Hotel am Sophienpark“ in Baden-Baden soll nach einer umfassenden Modernisierung im Frühjahr 2027 unter dem Namen „The Floris“ weitergeführt werden. Das traditionsreiche Gebäude an der Sophienstraße 14 werde derzeit revitalisiert und als Vier-Sterne-Superior-Hotel neu positioniert.

Das Hotel du Cap-Eden-Roc erweitert sein Angebot 2026 um die Yacht Millesime. Die 37 Meter lange Yacht soll exklusiv Hotelgästen für Fahrten entlang der Mittelmeerküste zur Verfügung stehen.

Mecklenburg-Vorpommern zählte im vorigen Jahr rund acht Millionen Urlauber und etwa 33 Millionen Übernachtungen. Das hohe Niveau soll mindestens gehalten werden. Aber die Branche steht unter Druck.

Die Dormero Gruppe erweitert ihre Präsenz in der Region Mittelfranken und übernimmt das bisherige NH Hotel in Fürth. Das Hotel befindet sich in zentraler Lage direkt am Stadtpark und umfasst insgesamt 118 Zimmer.

Eine aktuelle Preisstudie zeigt, dass viele Hotels an der Nord- und Ostsee trotz einer hohen Nachfrage ihre Preise senken. Grund dafür ist ein verändertes Buchungsverhalten der Gäste, auf das viele Betriebe mit defensiven Preisstrategien reagieren.