Bunker mit Hotel in Hamburg verzögert sich

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Die Menschen in Hamburg müssen länger auf den grünen Bunker am Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli warten. «Vor zwei Monaten wurde die oberste Decke betoniert, damit ist der Rohbau fast fertig. Aktuell wird am Innenausbau gearbeitet», sagt Projektsprecher Frank Schulze auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe des Jahres wolle man fertig sein. «Wann genau, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.» Das Bautempo hänge stark von unbeeinflussbaren Faktoren wie der anhaltenden Baustoffknappheit ab.

Auf dem Hochbunker an der Feldstraße waren in den vergangenen Monaten unter anderem fünf pyramidenartige Etagen entstanden. Anfang Dezember hatte der Bau seine endgültige Höhe von 58 Metern erreicht. Das Ende der Arbeiten war ursprünglich für 2021 angepeilt worden. Coronabedingte Probleme und Lieferengpässe hätten aber für Verzögerungen gesorgt. Der privat finanzierte Umbau kostet den Angaben nach mindestens 60 Millionen Euro.

Der Hamburger Bauherr Matzen Immobilien will den grauen Würfel in einen Erholungsraum verwandeln. In dem Aufbau entsteht unter anderem eine Halle mit Platz für bis zu 2200 Besucher. Tagsüber soll sie für Schulsport genutzt werden, abends und an Wochenenden sind Konzert und Lesungen geplant. Zudem sollen dort ein Reverb by Hard Rock Hotel mit 136 Zimmern, Räume für Kunst und Kultur sowie eine Bar und ein Restaurant unterkommen (Tageskarte berichtete).

Der mächtige Bau soll zudem zu einem öffentlichen Park werden. Dazu werden in den kommenden Monaten etwa 4700 Bäume, Gehölze, Sträucher, Hecken, Kletterpflanzen und Bodendecker gepflanzt. Zudem soll ein Erinnerungs- und Informationsort über die Entstehungsgeschichte des Bunkers und den Bombenkrieg in Hamburg aufklären. (dpa)


 

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