Clean the World: Wie aus Hotelseife Seife für Bedürftige wird

| Hotellerie Hotellerie

Weltweit landet Unmengen Hotelseife im Müll, obwohl sie kaum genutzt wurde. Der US-Amerikaner Shawn Seipler wollte das nicht länger akzeptieren und gründete 2008 ein Unternehmen, um daraus neue Seife zu produzieren. Heute ist „Clean the World“ ein Weltunternehmen.

Die Firma entstand wortwörtlich aus einer Schnapsidee heraus, nachdem Seipler während eines Hotelaufenthalts mehrere Drinks aus der Mini-Bar getrunken hatte. „Ich wollte wissen, was mit den ganzen Reinigungsmitteln passiert, wenn die Leute auschecken“, erzählt der Geschäftsmann im Gespräch mit der NZZ.

„Als ich hörte, dass einfach alles weggeworfen wird, konnte ich es nicht fassen. Auf der ganzen Welt sterben Kinder wegen mangelnder Hygiene, aber wir entsorgen Seife, mit der sich jemand ein einziges Mal die Hände gewaschen hat.“ Kurze Zeit später baute er sich eine Versuchsküche in der heimischen Garage auf und produzierte aus der alten Hotelseife neue Seifenstücke.

Bis heute habe er nach eigenen Angaben über 70 Millionen Seifenstücke verarbeitet und Seiplers Unternehmen arbeitet mit 7.000 Hotels zusammen. Darunter Ketten wie Hilton und Kempinski (Tageskarte berichtete). Die fertige Seife spendet „Clean the World“ an karitative Organisationen wie Obdachlosenunterkünfte, an Kinder in Haiti oder an Hilfsbedürftige nach Unwetterkatastrophen weltweit.

Seipler finanziert sein Unternehmen durch Spenden und verlangt von den Hotels eine Abholgebühr. Offenbar mit Erfolg, denn mittlerweile hat „Clean the World“ sogar eine Außenstelle in Amsterdam.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Best Western Plus Ostseehotel Waldschlösschen im Ostseebad Prerow feiert sein dreißigjähriges Bestehen unter der Leitung der Inhaberfamilie Jahncke. Seit dem Kauf im Jahr 1995 wurde die historische Immobilie kontinuierlich modernisiert.

Die Schlosshotels & Herrenhäuser trauern um ihren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Max Eidlhuber. Der österreichische Hotelier starb im Alter von 78 Jahren in Salzburg.

Die Dormero Hotel AG übernimmt das bisherige Amedia Express Passau aus der Insolvenz der Revo-Gruppe. Das Hotel mit 73 Zimmern soll in den kommenden zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert werden.

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.