Coronavirus: Hilton schließt 150 Hotels in China – weitere Hotelmarken betroffen

| Hotellerie Hotellerie

Hilton-CEO Chris Nassetta hat in einer Telefonkonferenz mit Investoren verkündet, dass die Marke 150 Hotels in China mit insgesamt 33.000 Zimmern vorübergehend geschlossen hat. Die Hotels sollen geschlossen bleiben, bis der Ausbruch abklingt. Die Schließung wurde behördenseitig angeordnet.

„Hilton hat auf Anweisung der lokalen Behörden etwa 150 Hotels in China vorübergehend geschlossen“, sagte Nigel Glennie, Hiltons VP für Unternehmenskommunikation, in einer E-Mail an Business Insider. „Einige dieser Hotels beherbergen noch immer Gäste und medizinisches Personal, aber sie nehmen zur Zeit keine neuen Reservierungen an. Wir werden uns bemühen, diese Hotels so bald wie möglich wieder zu eröffnen, sobald die örtlichen Behörden bestätigen, dass dies angemessen ist.

Hilton betreibt vier Hotels in Wuhan. In China ist die Marke mit 225 Häusern vertreten. Nassetta sagte den Investoren bei dem Anruf, dass China 2,7 Prozent des zum Hilton Gewinn beitrage, und schätzt, dass Hilton, wenn die Auswirkungen des Coronavirus und die Erholungszeit zwischen sechs und 12 Monaten dauern, einen Einfluss von 25 bis 50 Millionen Dollar auf seine Gewinne im Jahr 2020 haben könnte. Mit dieser Ankündigung ist Hilton die erste große Hotelkette, die die geschätzten finanziellen Auswirkungen des Ausbruchs auf ihre Einnahmen bekannt gibt, berichtete Nancy Trejos für die Nachrichtenseite der Reisebranche Skift.

Hilton reiht sich in eine wachsende Liste von Hotels ein, die Filialen schließen und die Politik in Bezug auf Buchungen in China revidieren. Best Western CEO David Kong sagte Skift am Montag, dass das Unternehmen auch "viele" Hotels in China schließen musste. Hotelmarken wie Hyatt, Marriott, IHG und Wyndham haben ihre Änderungs- und Stornierungsgebühren in den betroffenen Gebieten aufgehoben haben, berichtete Greg Wallis für Hotel News. Airbnb erlaubt es Gästen derweil, Reservierungen in den betroffenen Gebieten kostenlos zu stornieren. Darüber hinaus hat der Apartment-Vermittler Vermietungen in der chinesischen Hauptstadt Peking aufgrund des Coronavirus vorübergehend gestoppt. Bis Ende Februar könnten dort keine Unterkünfte gebucht werden, teilte das US-Unternehmen mit. (Tageskarte berichtete)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Bayreuth ist es laut Polizei zu mehr als 100 auffälligen Hotelbuchungen über ein Online-Portal gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs.

Patrizia hat für das Holiday Inn Express in Augsburg einen neuen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Die The Chocolate on the Pillow Group übernimmt den Betrieb des Hotels mit 136 Zimmern.

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.

Die MHP Hotel AG bringt ihre Eigenmarke Mooons erstmals nach Deutschland. Dafür wurde nun ein langfristiger Pachtvertrag mit der Rock Capital Group für einen Standort in Frankfurt am Main unterzeichnet.