Cyber-Angriff auf Hotel im Salzburger Land

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Cyber-Angriffe betreffen nicht nur große Hotelgesellschaften wie Motel One oder Marriott. Auch familiengeführte Hotels geraten immer wieder ins Visier von Hackern. Jetzt hat es eine Herberge im Salzburger Land getroffen, das anschließend erpresst wurde. Die Anzahl der Cyber-Delikte in Hotels ist in den letzten Jahren um mehrere hundert Prozent angestiegen.

Am 8. Januar morgens sperrte ein Verschlüsselungsprogramm den Zugriff auf das Computersystem des Hotels in Großarl. Dabei wurden die Daten, die sich auf dem Server des Hotels befanden, verschlüsselt. Für die Entschlüsselung forderten unbekannte Täter einen Betrag von 0,15 Bitcoins, was umgerechnet etwa 14.000 Euro entspricht. Der Forderung kam das Hotel nicht nach. Die Höhe des durch die Tat entstandenen Gesamtschadens ist noch nicht bekannt.

Die Zahl der Cyberangriffe auf Hotels hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Besonders Ransomware-Angriffe seien um 150 Prozent gestiegen, wie die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) mitteilt im letzten Jahr mitteilte. Laut IBM Security X-Force war das Gastgewerbe 2023 eine der am stärksten betroffenen Branchen.

Besonders kritisch: Die Anzahl erfolgreicher Phishing-Angriffe steigt rasant: Über 80 Prozent der Datenverletzungen in Hotels beginnen. Die Kriminellen setzen dabei gezielt KI ein und verfeinern ihre Methoden. Und so legen Hacker immer häufiger und mit zunehmender Raffinesse ganze Hotels lahm, verriegeln Hotelzimmer und fordern horrende Lösegelder in Bitcoin. Dann stehen die Unternehmen dann vor der Entscheidung, Kriminellen hohe Summen zu überweisen und so die unangenehme Situation rasch zu einem Ende zu bringen oder verunsicherte Gäste zu verlieren.

Die Zahl der Delikte stieg in Österreich zwischen 2014 und 2023 sprunghaft an, von 8.966 auf 65.864: Dieses Plus von mehr als 600 Prozent in nur zehn Jahren ist wahrscheinlich erst der Beginn einer rasanten Entwicklung. Laut einer ÖHV-Befragung investieren 80 Prozent der österreichischen Qualitätshotels bis zu 50.000 Euro jährlich in IT-Sicherheit. Etwas mehr als die Hälfte setzt zusätzlich zur Sicherheitsinfrastruktur auf Schulungen. Die Hälfte sieht noch Verbesserungspotenzial beim Problembewusstsein in ihren Teams.


 

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