„Das hat es früher nicht gegeben“ - Viele Münchner Hotels kurz vor dem Oktoberfest nicht ausgebucht

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Wenige Tage vor dem Start des Oktoberfestes 2026 sind viele Münchner Hotels noch nicht ausgebucht. Eine Stichprobe von Tageskarte bei Booking.com am 15. September gegen 8 Uhr zeigte bei zahlreichen Hotels noch freie Zimmer während des Oktoberfestes. Darunter befanden sich auch Häuser großer internationaler Hotelmarken.

Selbst für einen Aufenthalt über die komplette Laufzeit des Oktoberfestes vom 19. September bis zum 4. Oktober 2026 waren noch zahlreiche Angebote verfügbar. Bei der entsprechenden Abfrage zeigte Booking.com 167 Unterkünfte in München, die für den gesamten Zeitraum durchgängig buchbar waren. Auch darunter befanden sich namhafte Hotels.

Die Stichprobe erlaubt keine Aussage über die konkrete Auslastungsquote der Münchner Hotellerie. Sie zeigt jedoch, dass kurz vor Beginn des Oktoberfestes weiterhin Zimmer verfügbar sind – teilweise sogar durchgehend über die gesamte Wiesn.

Dehoga spricht von einem Überangebot an Münchner Hotelbetten

Die Ergebnisse der Tageskarte-Stichprobe decken sich mit Aussagen aus der Münchner Hotellerie. Christian Schottenhamel, Kreisvorstand des Dehoga sowie Wirt und Wiesn-Wirt, erklärte gegenüber der Abendzeitung München (AZ), die Münchner Hotels seien zur Wiesn noch nicht ausgebucht. „Das hat es früher nicht gegeben“, sagte Schottenhamel. Im vergangenen Jahr sei dies erstmals vorgekommen.

Schottenhamel verweist dabei auf die gewachsenen Hotelkapazitäten in der Stadt. „Wir haben ein extremes Überangebot von Hotelbetten in München. In schwächeren Zeiten kannibalisieren wir uns sogar“, sagte er der AZ. Seit der Corona-Pandemie seien in München etwa 10.000 neue Hotelbetten entstanden.

Die vorhandenen Kapazitäten würden nach seiner Darstellung nur noch in Jahren mit außergewöhnlichen Großveranstaltungen benötigt. Als Beispiele nannte Schottenhamel die Adele-Konzerte 2024 und die Bauma 2025. „Wir hätten gerne die Gäste, die bei Airbnb mieten“, sagte er.

Dehoga sieht Kurzzeitvermietungen als Konkurrenz für Münchner Hotels

Neben den zusätzlichen Hotelkapazitäten thematisiert Schottenhamel auch Kurzzeitvermietungen. „Airbnb ist natürlich eine Konkurrenz für die Hoteliers“, sagte er der AZ. Die Wettbewerbssituation bezeichnete er als unfair, weil Hotels eine Vielzahl von Auflagen zum Schutz ihrer Gäste erfüllen müssten, die für Vermieter von Airbnb-Unterkünften nicht in gleicher Weise gälten.

Die Stadt erlaubt eine entsprechende Weitervermietung dem Bericht zufolge bislang für maximal acht Wochen pro Jahr. Darüber hinaus liege eine Zweckentfremdung vor. Mieter benötigten unabhängig davon die Zustimmung ihres Vermieters.

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