Debatte um Arbeitsbedingungen: FC Liverpool will nicht ins Kempinski-Hotel

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Der FC Liverpool lehnt es ab, im Marsa Malaz Kempinski in Doha zu übernachten. Hintergrund sollen, so Medien, Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen in dem Hotel sein. Die Fifa hatte den Reds das Luxushotel zur Club-WM im Dezember zugeteilt. Jetzt will sich Jürgen Klopps Verein selbst ein Hotel suchen.

Wie "The Athletic" berichtet, habe sich der englische Traditionsverein gegen einen Aufenthalt in dem Fünf-Sterne Hotel entschieden. Dahinter soll eine Recherche des "Guardian" stecken, der 2018 herausfand, dass das Hotel gegen verschiedene Arbeitsgesetze verstoßen habe.

Laut des Berichts hätten Wanderarbeitnehmer Löhne unterhalb des Mindestlohns verdient und es sei gegen die Arbeitsgesetze verstoßen worden. Demnach habe manches Personal in 12-Stunden-Schichten bei 45 Grad Celsius gearbeitet und umgerechnet nicht einmal 10 Euro am Tag verdient. Im Bericht des Guardians ist die Rede von monatelang fehlenden „freien Tagen“ der Angestellten und kaum zu leistendenden Strafzahlungen bei Regelverstößen.

Der amtierende Champions-League-Sieger soll die Fifa von seinem Entschluss bereits in Kenntnis gesetzt haben und wollen sich nun auf eigene Faust eine Unterkunft suchen, in der Menschenrechte eingehalten werden. Ein offizielles Statement des FC Liverpool steht noch aus.


 

 

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