Design Hotels mit sechs Neuzugängen von Asien bis Südamerika

| Hotellerie Hotellerie

Die Vereinigung Design Hotels erweitert ihr Portfolio um sechs Häuser in Indien, Japan, Kolumbien, Marokko, Mexiko und auf Bali. Wie das Unternehmen mitteilt, verfolgen die neuen Mitgliedsbetriebe unterschiedliche architektonische Ansätze, die von der Umnutzung historischer Bausubstanz bis hin zu modernen Neubauten mit Fokus auf Gesundheitskonzepte reichen. Die Neuzugänge decken verschiedene geografische Regionen ab, wobei insbesondere die Märkte in Asien und Lateinamerika durch die Aufnahme neuer Objekte gestärkt werden.

Traditionelles Handwerk und minimalistische Architektur in Japan und Mexiko

In der japanischen Stadt Nagato Yumoto Onsen wurde ein Ryokan aus den 1960er Jahren zum Soil Nagatoyumoto umgestaltet. Laut Angaben von Design Hotels wurde das Projekt vom Architekturbüro Puddle Inc umgesetzt. Die Gestaltung kombiniert traditionelle japanische Elemente mit modernem Minimalismus. Die Innenausstattung umfasst Möbel und Textilien, die in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern aus Nagato und Yamaguchi gefertigt wurden. Ein wesentlicher Aspekt des Betriebskonzepts ist der Verzicht auf eine hauseigene Thermalquelle. Stattdessen erhalten Gäste Zugang zum historischen öffentlichen Bad Onto, um die Integration in die örtliche Gemeinschaft zu fördern.

Im mexikanischen Weinbaugebiet Valle de Guadalupe befindet sich das Hotel Mira Earth Studios. Die Architektur orientiert sich am Wabi-Sabi-Prinzip und nutzt Stampfbetonwände sowie begrünte Dächer, um die Gebäude in die Hügellandschaft der Baja California einzugliedern. Die Inneneinrichtung besteht aus Stein, Holz und Beton. Zur Ausstattung der Zimmer gehören Infrarotsaunen und Hydromassage-Whirlpools. Das gastronomische Angebot konzentriert sich auf die mexikanische Küche mit regionalen Einflüssen.
 

Modernismus in Marokko, historische Bausubstanz auf Bali

An der Küste von Casablanca wurde die Villa Sahrai als Neubau im Stadtteil Ain Diab errichtet. Der Entwurf des französischen Architekten Christophe Pillet versteht sich als Neuinterpretation der modernistischen Villenarchitektur der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Innendesign von Ali Lahlou nutzt eine Farbpalette aus Naturtönen, Walnussholz und Leder. Das Hotel verfügt über zwei Restaurants mit mediterraner Ausrichtung sowie einen Wellnessbereich mit Hammam und beheiztem Innenbecken.

Auf der indonesischen Insel Bali setzen die Eigentümer des Magia de Uma im Viertel Umalas auf den Erhalt traditioneller Strukturen. Das Anwesen umfasst Bungalows, die teilweise um 150 Jahre alte javanische Joglo-Hölzer konstruiert wurden. Die Zimmer sind mit handgeschnitzten Holzeingängen und antiken Möbeln ausgestattet. Das Betriebskonzept beinhaltet indonesische Gastronomie sowie Wellness-Anwendungen, die auf balinesischen Traditionen basieren.

Weinbau in Indien, Gesundheit in Kolumbien

In der indischen Stadt Pune entstand auf einem 26 Hektar großen Weingut das Hotel Irada. Das Bauwerk weist eine neoklassizistische Struktur auf, während das Innendesign dem Stil der Moderne der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts folgt. Das Büro Humming Tree verantwortete die Gestaltung mit Lehmputzwänden und Naturstein-Waschtischen. Neben einem italienischen Restaurant bietet das Haus Einrichtungen für Yoga und geführte Meditationen in der angrenzenden Waldlandschaft.

Das Wake Biohotel im Stadtteil El Poblado der kolumbianischen Stadt Medellin legt den Schwerpunkt auf das Thema körperliche Langlebigkeit. Die Architektur entstand in Zusammenarbeit der Büros 5 Solidos und Era Arquitectura. Ein zentrales Merkmal ist das Stockwerk für Langlebigkeit, in dem Programme zur Gesundheitsoptimierung und diagnostische Verfahren angeboten werden. Die Zimmer sind schallisoliert und mit kolumbianischen Möbeln ausgestattet. Das hoteleigene Restaurant Silo verfolgt ein Ernährungskonzept auf Basis von naturbelassenen Lebensmitteln.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.