Die MHP Hotels 2021 wieder in der Gewinnzone

| Hotellerie Hotellerie

Die MHP Hotel AG hat ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 bekannt gegeben. Die einhundertprozentige Tochtergesellschaft Munich Hotel Partners GmbH, in der das operative Geschäft der Gruppe gebündelt ist, geht, zusammen mit ihren Tochtergesellschaften, von einem Konzernjahresüberschuss im Jahr 2021 von etwa 1,5 Millionen Euro aus. Bisher wurde ein neutrales Ergebnis erwartet, im Vorjahr war noch ein Konzernjahresfehlbetrag von 3,3 Millionen Euro. aufgetreten. Der Konzernumsatz der Munich Hotel Partners GmbH lag im Corona-Jahr 2021 nach vorläufigen Zahlen bei etwa 33,3 Millionen Euro, nach  34,4 Millionen Euro im Vorjahr. Der moderate Rückgang gegenüber 2020 resultiert aus dem Wegfall eines Hotels in Frankfurt Anfang 2021. Dem steht die Neueröffnung des JW Marriott ebenfalls in Frankfurt Anfang April gegenüber. (Tageskarte berichete)

In ihren aktualisierten Planungen für das Geschäftsjahr 2022 geht die Munich Hotel Partners GmbH von einem Konzernumsatz in einer Bandbreite von 90 bis 100 Millionen o aus

Die Ergebnisprognose vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns der Munich Hotel Partners GmbH für 2022 liegt in einer Bandbreite von 2,0. bis 7,0 Millionen Euro. Mit einem weiteren Rückgang der Corona-Beeinträchtigungen wird im Jahr 2023 gerechnet. Erwartet werden im Jahr 2023 Konzernumsätze der Munich Hotel Partners GmbH zwischen 135 Millionen Euro und 150 Millionen Euro bei einem EBITDA, das auf eine Bandbreite zwischen 10,0 Millionen Euro und 12,5 Millionen Euro steigt. Im Jahr 2024 wird mit einem weiteren deutlichen Wachstum von Umsatz und EBITDA gerechnet. Für die Munich Hotel Partners GmbH werden 2024 Konzernumsätze erwartet, die in einer Bandbreite von 180 Millionen Euro bis 200 Millionen Euro liegen, bei einem EBITDA in einer Bandbreite von 15,5 Millionen Euro bis  18,0 Millionen Euro

Bei der MHP Hotel AG selbst stand das abgelaufene Geschäftsjahr ganz im Zeichen der MHP-Reverse-IPO-Transaktion, die im November 2021 vollzogen wurde. Im Zuge mehrerer Kapitalmaßnahmen im Wesentlichen zum Erwerb der Munich Hotel Partners GmbH erhöhte sich das Grundkapital binnen Jahresfrist von 7.133.728,00 auf  39.367.012,00 zum 31.12.2021.

Für das Geschäftsjahr 2021 weist der Einzelabschluss der MHP Hotel AG nach den vorläufigen Zahlen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 0,16 Millionen Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 0,20 Millionen Euro) aus, der im Wesentlichen durch den nicht aktivierbaren Anteil der einmaligen Transaktionskosten für den Erwerb der Munich Hotel Partners GmbH sowie die Kosten der dafür erforderlichen Kapitalmaßnahmen verursacht wurde. Umsatzerlöse der Holdinggesellschaft MHP Hotel AG wurden im Jahr 2021 in Höhe von 0,00 Millionen Euro erzielt, nach 0,04 Millionen Euro im Vorjahr.

Die MHP Hotel AG weist nach den vorläufigen Geschäftszahlen zum 31.12.2021 genau wie im Vorjahr keine Bankverbindlichkeiten aus. Die gesamten Verbindlichkeiten haben sich von 0,7 Millionen Euro zum 31.12.2020 auf 10,9 Millionen Euro zum 31.12.2021 erhöht. Von diesem Betrag entfallen 10,6 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber den Verkäufern aus dem Erwerb der Munich Hotel Partners GmbH, wovon 4,6 Millionen Euro in Aktien der MHP Hotel AG erfüllt werden. Das Eigenkapital der MHP Hotel AG hat sich von einem negativen Betrag in Höhe von 0,3 Millionen Euro zum 31.12.2020 (unter der früheren Firmierung Lifespot Capital AG vor Übernahme des Hotelgeschäfts) auf einen positiven Betrag von 55,8 Millionen Euro zum Bilanzstichtag 2021 erhöht. Die Eigenkapitalquote, die zum 31.12.2020 noch negativ war, beträgt zum 31.12.2021 83,6%.

Nach den vorläufigen Zahlen verfügen die MHP Hotel AG und ihre einhundertprozentigen Beteiligungen zum 31.12.2021 zusammen über Bankguthaben von 12,6 Millionen Euro Der testierte Einzelabschluss der MHP Hotel AG sowie der testierte Konzernabschluss der Munich Hotel Partners GmbH werden voraussichtlich im Juni 2022 veröffentlicht. Die MHP Hotel AG plant im zweiten Quartal 2022 die Durchführung einer Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht, Einzelheiten dazu werden voraussichtlich Anfang Mai 2022 bekannt gemacht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Airbnb testet bei ausgewählten Gastgebern „Direct Booking Links“ mit reduzierten Servicegebühren. PhocusWire berichtet von sechs beziehungsweise zehn statt 15,5 Prozent, wenn eine Buchung über einen vom Gastgeber verbreiteten Link zustande kommt.

Die Odyssey Hotel Group hat einen Betreibervertrag für das Mövenpick Hotel Münster mit 224 Zimmern und Suiten abgeschlossen. Das zuvor von Revo Hospitality betriebene Haus soll umfassend renoviert werden.

Ein Gast bewertet eine Unterkunft auf Booking.com mit einem von zehn Punkten, obwohl er dort nicht übernachtet hat. Das Landesgericht Bozen ordnete die Löschung der Rezension an und setzte für Verzögerungen eine Zahlung von 50 Euro pro Tag fest.

B&B Hotels eröffnet ein neues Hotel in Bad Oeynhausen. Das Unternehmen wird bis Ende 2028 im bis dahin umgebauten und modernisierten City Center Neo ein Haus mit rund 100 Zimmern in Betrieb nehmen.

Die Hotelgruppe Mangias Hotels und Resorts hat an der Südostküste Siziliens das Iconas Costa Ragusa Resort eröffnet. Dabei handelt es sich um das erste Anwesen der neu eingeführten Luxusmarke Iconas Collection.

Seekda hat einen Sicherheitsvorfall in seinen Systemen bestätigt. Der ORF berichtet über betrügerische Nachrichten an Hotelgäste, während die Österreichische Hotelvereinigung von ersten Meldungen seit Ende Juli berichtet und Hotels Informationen zum Umgang mit Datenverlusten bereitstellt.

Das erst Anfang Mai eröffnete Holiday Inn – the niu Quay im Harburger Binnenhafen soll nach Medienberichten rund 340 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen. Politiker aus CDU, SPD und FDP kritisieren die geplante Nutzung und fordern Aufklärung über Beteiligung und Kosten.

Hitzewellen beeinflussen nach Beobachtungen von HotellerieSuisse das Buchungsverhalten. Während Gäste kurzfristiger Aufenthalte in den Bergen buchen, berichtet ein Basler Hotel von Stornierungen an besonders heißen Tagen und investiert in die Kühlung seines Gebäudes.

IHA-Chef Markus Luthe kritisiert Aussagen von Booking-Chef Glenn Fogel zu den früheren Preisparitätsklauseln. Anlass ist ein Handelsblatt-Interview vor dem Hintergrund einer in Amsterdam anhängigen Sammelklage von 10.783 Hotels.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.