„Eine Hiobsbotschaft“: Hotel Basel schließt für immer

| Hotellerie Hotellerie

Das renommierte „Hotel Basel“ in der gleichnamigen Schweizer Universitätsstadt schließt Ende des Monats überraschend seine Türen für immer. Die beiden Restaurants „Brasserie Steiger“ und „Sperber“ stellten schon am Wochenende den Betrieb ein. Die Nachricht ist für die Basler Hotelszene ein Schock.

In einer Mitteilung heißt es, dass man gemeinsam mit der Eigentümerin der Liegenschaft, der „G.A.T.E.S., Hôteliers & Restaurateurs SA“, intensiv nach Lösungen für einen Weiterbetrieb gesucht habe. Allerdings hätten die in naher Vergangenheit veränderten Rahmenbedingungen es dem privaten Unternehmen unmöglich gemacht, weiteren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. „Der Betrieb verzeichnet tiefere Zimmerauslastungen zu hart umkämpften Preisen. Weniger Business Reisende, ausbleibende Messeaktivitäten und steigende Kosten verunmöglichen eine erfolgreiche Weiterführung“, erklärte die Hotelführung. Auch die 46 Mitarbeiter müssen entlassen werden.

„Es ist für alle eine sehr schwierige Situation. Allem voran für die Mitarbeitenden und Partner, die mit voller Wucht von dieser bedauerlichen Entwicklung betroffen sind“, beschreibt Esther Brühwiler, Direktorin des Hotels, die Situation.

Auch die Basler Hotelszene steht unter Schock. Franz-Xaver Leonhardt, Präsident des Branchenverbands „Hotelleriesuisse Basel und Region“, beschrieb die Schließung gegenüber der Zeitung BaZ als „tragisch für alle Betroffenen und eine Hiobsbotschaft für Basel“. Basler Stadtentwickler Lukas Ott bedauert die Schließung des Hotels ebenfalls, auch wenn ihm schon länger bekannt gewesen sei, dass wegen der Veränderungen im Tourismus in der Hotelbranche aktuell ein Überangebot bestehe. „Es besteht ein starker Preisdruck, in dessen Folge findet eine Strukturbereinigung statt. Dass es dabei auch die etablierten und qualitativ hochstehenden Betriebe treffen kann, ist eine schmerzhafte Erfahrung“, erklärte Ott der Zeitung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Grand Metropolitan Hotels will das gemeinsame Joint Venture mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) beenden. Gleichzeitig berichten Medien über weitreichende Maßnahmen eines Amsterdamer Gerichts im laufenden Streit zwischen beiden Gesellschaftern.

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Eine professionell gestaltete E-Mail zu einem angeblichen Bettwanzenbefall hat in einem Hotelunternehmen zunächst einen glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Erst ein nicht existierendes Zimmer entlarvte den Vorgang als Phishing-Versuch.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.