Engelwirt in Berching – Design-Hotel öffnet im Altmühltal

| Hotellerie Hotellerie

Aus Alt mach Neu: Am 30. April 2024 eröffnet das Kunst- und Designhotel Engelwirt nach umfassenden Umbau- und Restaurierungs-arbeiten in Berching im bayerischen Altmühltal seine Türen.

Umgeben von vollständig erhaltenen Stadtmauern liegt die oberpfälzische Kleinstadt. Hier hat das Ehepaar Stephanie und Michael Zink ein stilvolles Ensemble für Urlaubende erschaffen.

Das denkmalgeschützte Vogtanwesen besteht aus zwei Gebäudeteilen aus dem Jahr 1686 und zwei neuzeitlichen Häusern, in denen 15 individuell geschnittene Apartments Platz finden. Mit einer Größe von 30 bis 90 Quadratmetern laden sie Paare, Familien sowie Alleinreisende zum Verweilen ein.

Im barocken Hauptgebäude entsteht ein Regionalladen, der ausgewählte Produkte lokaler Produzenten und ein Sortiment an Schokolade, Wein und Büchern anbietet.

Ein Frühstück oder Kaffee und Kuchen erwartet Einheimische und Gäste im gegenüberliegendem Salon und dem Gesellschaftszimmer inklusive offener Küche. Zwischen diesen historischen Wänden erwacht demnächst ein Refugium für Kunst- und Architekturliebhaber, das das Altehrwürdige bewahrt und mit modernen Elementen verbindet.

Gäste finden im Stuckdecken, Rosenspitzenböde einen bemaltem Holzboden, Design-Möbelklassiker, Antiquitäten sowie zeitgenössische Objekte und Gemälde. Hinzu kommt ein ganzjährig bepflanzter Innenhof mit Wintergarten. Mit seiner Lage inmitten des Sulztals eignet sich die Umgebung ideal zum Radfahren und Wanderausflügen. Eine Übernachtung im Doppelzimmer kostet ab 185 Euro pro Person.

„Wir möchten aus dem Zusammenspiel von Antiquitäten und zeitgenössischer Kunst die Essenz von Berching auch im Engelwirt widerspiegeln.“, sagt Stephanie Zink. Das Farbkonzept mit den Tönen Rot, Orange und Blau bringt Lebendigkeit in die historischen Räumlichkeiten, die unter anderem mit Möbeln von Moroso und Nils Holger Moormann sowie Beleuchtung von Ingo Mauerer und Artemide untermalt wird. So bekommen antike Einrichtungsstücke neue Polster und farbenfrohe Stoffe, die zu einer heimischen Atmosphäre beitragen. Sorgfältig ausgewählte Werke internationaler Künstler:innen wie Michael Sailstorfer, Matías Manuel Sánchez, Jana Gunstheimer und Paul Kooiker unterstreichen die Gestaltung des Design Hotels.

Für die Planung des Umbaus war das Schweizer Ehepaar Tamara Henry und Mathieu Robitaille des Archtiketen-Atelier Dimanche zuständig. Das junge, prämierte Büro hat bereits 2019 den Bau der Galerie Zink geplant und wurde dafür mit den DAM Preis für Architektur in Deutschland 2021 nominiert. Während der Renovierungen des Engelwirts spielte auch das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So wurden die Gebäude an das Fernwärmesystem der Stadt Berching angeschlossen und ein CO2 schonendes Kühlsystem eingebaut. Ein Novum sind die flächenintegrierten Photovoltaik-Module auf den denkmalgeschützten Dächern, die mit die ersten ihrer Art in Bayern sind.

Das Örtchen Berching befindet sich 60 Kilometer südlich von Nürnberg inmitten der Oberpfälzer Jura. Umgeben von Wald und Wiesen laden ausgiebige Wander- und Fahrradwege zum Erkunden ein. Die Stadt selbst begeistert Kulturinteressierte mit einem vielfältigen Programm über das Jahr verteilt. Neben den Gluckfestspielen im Mai findet unter anderem jeden Februar der Rossmarkt, das größte Wintervolksfest Bayerns statt, während sich im Oktober die Literaturnacht zum 21. Mal wiederholt. Wer von der Kunst im Engelwirt nicht genug bekommt, fährt in das zehn Minuten entfernte Waldkirchen, einem 30 Seelendorf, in dem sich die Galerie von Michael Zink in einem spannenden Neubau neben dem historischen Pfarrhof befindet.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Dormero Hotel AG übernimmt das bisherige Amedia Express Passau aus der Insolvenz der Revo-Gruppe. Das Hotel mit 73 Zimmern soll in den kommenden zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert werden.

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.