Erneuter Lockdown: Dehoga Ostwestfalen stellt Strafanzeige

| Hotellerie Hotellerie

In der Tourismus- und Gaststättenbranche ging es gerade erst wieder bergauf, da musste Gütersloh erneut in den Lockdown. Der Grund: die massenhaften Corona-Fälle in der Fleischfabrik „Tönnies“. Nun wurden die Maßnahmen verlängert. Ein herber Rückschlag für alle Restaurant- und Hotelbesitzer im Kreisgebiet. Deswegen stellen sie nun Strafanzeige.

„Es trifft alle fürchterlich hart“, sagte Andreas Kerkhoff, Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Ostwestfalen, dem Nachrichtenportal T-Online. „Stammtische, Geburtstage, Hochzeiten – alles ist abgesagt. Zumindest für die Sommerferien spielt Tourismus hier keine Rolle mehr.“ Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Ostwestfalen habe daher Strafanzeige gestellt, erklärte Kerhoff, der selbst ein Hotel in Gütersloh betreibt. „Wir wollen uns die Möglichkeit aufrechterhalten, auf Schadensersatz zu klagen, sobald die Ermittlungen den Schuldigen ausgemacht haben. Ich bin wirklich sehr sauer.“

Den „Schuldigen“ habe man im Kreis mit Tönnies bereits gefunden. Dieser habe die Hygienevorschriften nicht eingehalten. Doch auch die Politik zieht Andreas Kerkhoff in die Verantwortung: „Kein Politiker kann mir erzählen, er habe das nicht gewusst.“ Der Schaden, der durch den Lockdown entsteht, sei bisher noch nicht messbar. Hinzu komme die schlechte Perspektive. „Keiner weiß mit Sicherheit, wann alles wieder normal sein wird. Das negative Image, das Gütersloh jetzt bekommt, hat die Stadt nicht verdient.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mitten im Indischen Ozean liegt die Leitung des Le Méridien Maldives Resort & Spa seit über drei Jahren in den Händen eines gebürtigen Kölners: General Manager Thomas Schult berichtet über seine Führungsphilosophie und ein neues Luxusverständnis zwischen Exklusivität und Nachhaltigkeit.

Die DSR Hotel Holding übernimmt zum 1. September 2026 das Hotel Caro & Selig am Tegernsee. Das Haus wird künftig unter der Marke A-Rosa betrieben.

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.