Erste Hotelakquisition seit 1970 - Kempinski übernimmt Hotel Augustine in Prag

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Die Hotelgruppe Kempinski Hotels plant die Übernahme des Augustine Hotels in Prag. Es handelt sich um die erste Akquisition des Unternehmens seit 1970, wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht. Die Transaktion soll laut Unternehmensangaben im Herbst abgeschlossen werden.

Wie unter anderem das Branchenportal Skift berichtet, erwirbt Kempinski das Hotel von einer österreichischen Holdinggesellschaft, die einer privaten Investorengruppe gehört. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.

Das Haus mit 101 Zimmern soll zunächst unter neutralem Namen betrieben werden. Eine Wiedereröffnung unter der Marke Kempinski ist laut Bericht für Ende des Jahres vorgesehen.

Hotel in historischem Klosterkomplex

Das Augustine Hotel liegt im Prager Stadtteil Malá Strana in unmittelbarer Nähe zum Waldstein-Garten. Das Gebäudeensemble umfasst nach Angaben aus den Berichten Teile eines Augustinerklosters, dessen Geschichte mehr als 800 Jahre zurückreicht. In dem Komplex leben weiterhin Mönche.

Das Hotel wurde 2009 nach umfangreichen Umbauarbeiten eröffnet. Es umfasst sieben historische Gebäude, darunter 20 Suiten. Teile der Innenausstattung wie Gewölbedecken und Holzbalken stammen laut den Berichten aus der früheren Nutzung des Klosters.

Zu den Einrichtungen zählen unter anderem eine Bar in einem ehemaligen Speisesaal sowie eine Bibliothek mit historischen Beständen.

Umbau und Markenwechsel geplant

Im Zuge der Übernahme ist eine umfassende Renovierung vorgesehen. Laut Berichten sollen sowohl die Zimmer als auch die öffentlichen Bereiche überarbeitet werden. Der Markenwechsel zu Kempinski ist für das Jahr 2026 geplant.

Kempinski-CEO Barbara Muckermann sagte laut Skift: „We should close the full acquisition of the Augustine in Prague, which will be the first acquisition that the company [has made] since 1970… This is for me, it's really the proof point, that strategically what we said we wanted to do is getting there.“

Zum Umfang der geplanten Arbeiten erklärte sie: „The bones are good. At the end of the day, it's furniture, it's bathrooms. If we plan it well, we can do it.“

Strategische Neuausrichtung des Unternehmens

Wie das US-Medium Luxury Travel Advisor berichtet, steht die Übernahme im Zusammenhang mit einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. Demnach hatte Kempinski in den vergangenen Jahrzehnten vor allem auf Managementverträge gesetzt.

Muckermann erklärte dazu laut Bericht: „Kempinski has not bought a hotel since 1970. For me, this was a watershed moment, absolutely.“

Weiter sagte sie: „This is fundamental because, in our strategy of wanting to create a really unique set of assets, we're never going to do that if [hotel management agreements] alone are the strategy.“

Nach Angaben des Unternehmens soll das Projekt in Prag als Beispiel für die weitere Entwicklung des Portfolios dienen. Weitere Details zu möglichen zusätzlichen Akquisitionen wurden nicht genannt.

Hintergrund zum Hotelbetrieb

Das Augustine Hotel war zuletzt Teil der Marke „The Luxury Collection“ von Marriott und gehörte zuvor zur Gruppe Rocco Forte Hotels. Mit dem Eigentümerwechsel endet diese Zugehörigkeit.

Während der Übergangsphase soll das Haus laut Berichten weiterhin betrieben werden, bevor es nach Abschluss der Renovierung unter der Marke Kempinski geführt wird.


 

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