Estrel Berlin richtet Mitarbeiter-WG ein

| Hotellerie Hotellerie

Wer wegen eines Jobs nach Berlin zieht und eine Wohnung sucht, muss erfahrungsgemäß viel Zeit und starke Nerven mitbringen. Das Estrel Berlin geht dabei nun als Arbeitgeber neue Wege: Um neuen Mitarbeitern den zeitlichen Druck bei der Wohnungssuche abzunehmen, hat das Unternehmen eine Mitarbeiter-Wohngemeinschaft gegründet. 
 
Für Estrel-Personaldirektorin Annette Bramkamp ist das neue Angebot ein wichtiger Pluspunkt für die Mitarbeiter-Rekrutierung: „Bei unserer Unternehmensgröße suchen wir kontinuierlich neue Kollegen – gern auch aus dem Ausland. In der Vergangenheit mussten uns jedoch schon potenzielle neue Mitarbeitern absagen, weil sie keine bezahlbare Bleibe finden konnten. Mit unserer neuen Estrel-WG nur 100 Meter vom Arbeitsplatz entfernt, wollen wir jetzt vor allem jungen Arbeitnehmern den Start erleichtern.“
 
Die frisch renovierte Wohnung bietet auf 200 qm Platz für sieben möblierte Zimmer (davon ein Appartement mit getrenntem Wohn- und Schlafzimmer) und zwei Bäder. Die vollausgestatte Wohnküche steht – wie in jeder WG – dabei im kommunikativen Zentrum; hier können Mitarbeiter nach der Arbeit zusammensitzen. Damit soll das Verhältnis untereinander gestärkt werden: Wenn der Kollege zum Nachbarn wird, schafft dies ein freundschaftliches Verhältnis und damit auch ein besseres Arbeitsklima. Bei der Einrichtung wurde viel Wert auf modernes und behagliches Design gelegt – schließlich sollen sich die Mieter zuhause fühlen. 
 
Die Mieten liegen zwischen 250 und 400 Euro – inklusive aller Kosten wie z.B. WLAN. Die Verträge sind auf sechs Monate ausgelegt und verlängern sich automatisch immer wieder um zwei weitere Monate. Mitte März werden als erste Mieter vier neue Servicemitarbeiter aus der Ukraine, zwei Praktikanten aus den USA sowie ein syrischer Koch-Azubi, der bislang in einer Notunterkunft wohnte, die WG beziehen. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.