Ex-Luxushotel findet keinen Käufer

| Hotellerie Hotellerie

In Mürren im Berner Oberland thront ein leerstehendes Luxushotel über dem Ort schräg gegenüber dem Eiger. Seit 2009 steht die einstige Nobelherberge leer. Jetzt sollte die Immobilie für eine Million Franken unter den Hammer kommen. Aber niemand wollte das Haus kaufen.

Dabei beträgt der geschätzte Gebäudewert des Hotels bis zu sechs Millionen Franken. Doch stand der Komplex lange leer und müsste vor einer Wiedereröffnung komplett saniert werden. Die Kosten hierfür schätzen Experten auf bis zu 15 Millionen Franken.

Eigentlicher Pferdefuß an der Sache ist aber, dass das Hotel mit einem Nutzungsrecht bis 2041 belegt ist. Ein Käufer würde also eigentlich nur die Immobilie kaufen, könnte damit aber wenig anfangen. Das Hotel ist vertraglich an Time-sharing-Anbieter gebunden. Deren Besitzer haben einst Geld bezahlt und dafür die Garantie erhalten, während mehrerer Wochen im Jahr im Alpin Palace logieren zu dürfen. Ein Konsortium hat dieses Recht für zwei Millionen Franken gekauft hat. Auch das Konsortium hat natürlich Interesse an dem Palace, ist aber nicht bereit, den geforderten Betrag von einer Million Franken zu bezahlen. Somit steht das einstige Vorzeigehotel weiter leer und verlassen über dem Schweizer Ferienort. HTR.ch berichtet ausführlich.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.