Früher Kellogg's, heute Hotel: Silo-Hotel eröffnet auf der Überseeinsel in Bremen

| Hotellerie Hotellerie

Auf dem ehemaligen Kellogg's-Areal, zwischen Europahafen und Weser, entsteht derzeit ein neues Stadtviertel für Bremen – die Überseeinsel, eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Mittendrin: das neue John & Will Silo-Hotel by Guldsmeden. Da wo früher Reis und Mais für die berühmten Frühstücksflocken lagerten, können Gäste ab dem 1. August 2024 übernachten, tagen und feiern. Das John & Will bietet 116 Zimmer und eine Penthouse-Suite, eine Barception, Fahrradverleih sowie insgesamt fünf Tagungs- und Eventräume für Feiern aller Art an.

Architektur

Die meisten Zimmer befinden sich in den kreisrunden Türmen und sind, je nach Größe, entweder halb oder ganz rund. Die kleinen Zimmer („Lütt Stuuv“) verfügen über ein Doppelbett, teilweise mit angedocktem Hochbett, ein kleines Bad und eine Sitzbank am Fenster für den Weser-Blick. In der „Grode Stuuv“ ist der Kreis hingegen komplett und Platz genug für ein extra großes Bett, Sessel, Fensterbank und Badezimmer. In der „Best Stuuv“ ist mit angrenzendem Badezimmer sogar noch mehr Platz. Getoppt wird das von der „Toorn Stuuv“ im 12. Stock mit Badewanne im Raum, eigener Terrasse und Zugang sowie wasserbetriebenem Öko-Kamin.
 

Nachhaltigkeit

Das Konzept der Überseeinsel sieht vor, vorrangig die benötigte Energie aus Wind, Sonne und Weser-Wasser zu beziehen. Auch das John & Will folgt dieser Leitidee und setzt im ganzen Haus auf umweltfreundliche Produkte sowie organische und recycelte Materialien. Hoteldirektorin Babette Kierchhoff: „Wir richten den gesamten Hotelbetrieb auf Nachhaltigkeit aus, sowohl bei der Energieversorgung als auch bei der Produktauswahl. Das macht uns wahrscheinlich zum „grünsten“ Hotel Bremens.“ Eigentümer und Projektentwickler Klaus Meier ergänzt: „Die Überseeinsel bietet an vielen Stellen die Möglichkeit zu lernen, wie wir uns sozial und ökologisch für die Zukunft aufstellen können. Das John & Will fügt sich da hervorragend ein und bietet Gästen zudem ein einmaliges Übernachtungserlebnis.“

Aus nachhaltigen Gesichtspunkten hat sich das Hotel dazu entschieden, in den Zimmern auf Stromfresser wie Fernseher und Minibars zu verzichten. Stattdessen bekommt der Hotelgast bei Bedarf zu jeder Tages- und Nachtzeit kostenlose Wasserflaschen mit stillem oder sprudeligen Wasser an der Rezeption – und schnelles Internet zum privaten Streamen der Lieblingsserien. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berufungsinstanz der niederländischen Werbekodex-Kommission hat im Verfahren um die Verwendung von Hotelsternen auf Online-Buchungsplattformen eine richtungsweisende Entscheidung getroffen.

Die niederländische Berufungsinstanz hat eine frühere Empfehlung gegen Booking.com bestätigt. Nach der Entscheidung muss die Plattform klarer darauf hinweisen, wenn Hotels in den Niederlanden die angezeigten Sterne unter Umständen selbst festgelegt haben.

Die Odyssey Hotel Group übernimmt mit dem Moxy und dem AC Hotel am Humboldthain Park ihre ersten zwei Häuser in Berlin. Der Zuwachs von 233 Zimmern ist Teil einer Expansionsstrategie, die eine Vergrößerung des Portfolios auf 8.000 Zimmer bis zum Jahr 2028 vorsieht.

Es sollte ein schickes Hotel in einer historischen Fabrik in Augsburg werden. Doch für mehr als 100 Anleger wurde es zum Albtraum. Nun hat ein Gericht die Verantwortlichen reihenweise verurteilt.

B&B Hotels schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus und 21 Neueröffnungen ab. Das Unternehmen setzt auf eine verstärkte Expansion in der Region Central and Northern Europe sowie auf umfassende Investitionen in die Modernisierung seines Bestands.

Das The Baltic View auf Rügen nimmt Ende des Monats den Betrieb auf. Das erste deutsche Haus der Brionj Luxury Hotel Collection setzt auf 14 Apartments mit privater Sauna und Anbindung an ein Spa-Resort.

Donald Trump plant in Miami den Bau einer präsidentiellen Bibliothek in Form eines Hochhauses inklusive eines integrierten Hotels. Das Projekt der Trump Organization setzt auf eine multifunktionale Nutzung und eine Architektur, die an das Design von Kreuzfahrtschiffen angelehnt ist.

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.

Arcotel hat am 1. April 2026 ein neues Hotel in der Linzer Tabakfabrik eröffnet. Das Haus im Quadrill Tower umfasst 189 Zimmer und Konferenzflächen.