Gaming-Herberge - Nun soll in Phoenix das erste Atari-Hotel entstehen

| Hotellerie Hotellerie

Im US-Bundesstaat Arizona könnte demnächst ein ungewöhnliches Beherbergungskonzept Realität werden. Im Stadtteil Roosevelt Row in Phoenix plant das Unternehmen Intersection Development die Errichtung eines Atari-Hotels unter der Lizenz der Videospiel-Ikone Atari. Das Projekt soll auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen Areal entstehen und die Gaming-Kultur direkt in den Hotelalltag integrieren.

E-Sport-Arena und High-Tech-Zimmer geplant

Die Planungen des Architekturbüros Räkkhaus sehen eine Infrastruktur vor, die weit über herkömmliche Hotelstandards hinausgehen würde. Neben modern ausgestatteten Gästezimmern seien spezielle Creator-Studios für Streamer und Content-Ersteller angedacht. Herzstück des Gebäudes solle eine eigene Arena für E-Sport-Events und Konzerte sein, die Platz für über 2.000 Besucher bieten könnte.

Das kulinarische und unterhaltende Angebot solle zudem durch verschiedene Bars, Restaurants und Einzelhandelsflächen auf mehreren Ebenen ergänzt werden. Auch ein Bereich für Sportwetten sei Teil des Konzepts. „Atari Hotels entstand aus der Idee, dass Gastfreundschaft so interaktiv sein kann wie das Spielen selbst“, wird Jordan Taylor, Partner bei Intersection Development, zitiert.

Finanzierungsrunde für Anleger eröffnet

Um die Umsetzung des Flaggschiff-Projekts zu sichern, wurde eine öffentliche Kapitalrunde nach dem US-Standard Regulation A gestartet. Das Unternehmen strebt dabei Investitionen in Höhe von 35 Millionen bis 40 Millionen US-Dollar an. Nach eigenen Angaben seien bisher bereits 14 Millionen US-Dollar in die Vorbereitungen des Projekts geflossen.

Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass sich Privatpersonen bereits ab einer Summe von 500 US-Dollar beteiligen können, um Miteigentümer der Immobilie zu werden. Die Initiatoren beabsichtigen damit, eine loyale Gemeinschaft von Anteilseignern aufzubauen, die gleichzeitig als künftige Zielgruppe fungiert.

Baubeginn für 2026 projektiert

Sofern die Finanzierung wie geplant verläuft, solle der Baubeginn im Jahr 2026 erfolgen. Die Eröffnung werde für das Jahr 2028 angestrebt. Das Vorhaben stellt einen neuen Anlauf für die Marke im Hotelsektor dar. Ähnliche Pläne anderer Partner aus dem Jahr 2020 wurden nie realisiert. Das aktuelle Projekt wird als rechtlich eigenständiges Vorhaben betont, wobei Investoren lediglich Anteile an der Immobilie und nicht an der Marke Atari Interactive selbst erwerben würden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.