Gastgeber mit deutschen Wurzeln eröffnet Hotel in Chile

| Hotellerie Hotellerie

Mit der Eröffnung des Debaines Hotel Santiago setzt Christian Fiederer nicht nur einen Meilenstein in seiner Karriere, sondern führt auch eine lange Familientradition fort. Das Boutique-Hotel in der chilenischen Metropole vereint Luxus, Kulinarik und Gastfreundschaft – Werte, die Fiederer tief in seiner DNA verankert hat.

Ein Familienerbe der Spitzenküche

Schon früh wurde Fiederer von der Gastronomie geprägt. Sein Großvater Louis kochte einst in der legendären Bühlerhöhe und bewirtete dort anspruchsvolle Gäste mit höchster Kochkunst. Auch sein Onkel war ein Küchenkünstler – im renommierten Erbprinz in Ettlingen. Auf der anderen Seite seiner Familiengeschichte stand bodenständige Gastfreundschaft: Seine Oma und seine Mutter führten das Gasthaus Zum Lamm in Durmersheim bei Rastatt. „Das Lamm war der Inbegriff von Herzlichkeit und einem Ort, an dem sich die Gäste wie zuhause fühlten“, erinnert sich Fiederer.

Ein neues Kapitel: Das Debaines Hotel Santiago

Mit dem Debaines Hotel in Santiago bringt Christian Fiederer diese Tradition nun in die internationale Hotellerie. Das Boutique-Hotel, das am Fuße der Anden liegt und klassische Fassaden mit moderner Architektur verbindet, besticht durch zeitloses Design, persönlichen Service und ein besonderes gastronomisches Konzept. „Ich wollte einen Ort schaffen, der den Charme meiner familiären Wurzeln mit moderner Eleganz verbindet“, erklärt Fiederer.

Vom Wurzelholzkopfteil bis hin zu den Eichenholzböden und raumhohen Fenstern sind die Zimmer im Debaines elegant eingerichtet. Einige haben Balkone oder Terrassen mit Blick auf die Stadt. Das Herzstück des Hotels ist das hauseigene Restaurant, das besonderen Wert auf lokale Aromen legt. „Die Küche ist eine Hommage an meine Familie und an die Region“, sagt Fiederer. Hier treffen traditionelle badische Rezepte auf lokale chilenische Zutaten – eine kreative Fusion, die Gäste begeistern soll. „Auch in der Patisserie werden die alten Familienrezepte umgesetzt. In Chile nennt man Kuchen auch “Kuchen" und Heidesand-Kekse und der gebackene Käsekuchen sind große Hits. Jetzt wird gerade die Schwarzwälder Kirschtorte geübt.“

Mit dem Debaines Hotel Santiago erfüllt sich Christian Fiederer nicht nur einen Lebenstraum, sondern führt auch das Erbe seiner Familie in die Zukunft. „Meine Großeltern und Eltern haben mir gezeigt, was echte Gastfreundschaft bedeutet“, betont er. „Dieses Wissen, gepaart mit meiner Vision, soll im Debaines erlebbar werden.“
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Laut der Kurzreise-Analyse 2026 gewinnen strukturierte Arrangements gegenüber reinen Übernachtungspreisen an Bedeutung. Transparente Gesamtpakete führen zu längeren Aufenthalten und einer höheren Wertschöpfung in regionalen Hotelmärkten.

Die Tourismusbilanz 2025 für Rheinland-Pfalz weist ein moderates Plus bei Gästen und Übernachtungen aus. Während Campingplätze und die Mosel-Region deutlich zulegen, liegen die Gesamtzahlen sowie das Angebot im Ahrtal weiterhin unter dem Niveau von 2019.

Der Hotelpächter von Meseberg, Bert Groche, will sich nach der Ankündigung der Bundesregierung, das angrenzende Schloss als Gästehaus aufzugeben, zurückziehen. Für ihn falle die Daseinsberechtigung weg, erklärte der 63-Jährige.

Nach dem wirtschaftlichen Erfolg des Frankfurter Hotels setzt die Hybrid-Marke LyvInn auf Expansion. Bis 2029 plant das Unternehmen unter 14 neue Standorte in europäischen Metropolen wie Berlin und Paris.

Zwei Ibis Budget Hotels in Berlin und Dresden stehen zum Verkauf. Die Objekte in Hoppegarten und Kesselsdorf können einzeln oder als Portfolio erworben werden und bieten verschiedene Optionen für Investoren im Budget-Segment.

Nach der Insolvenz des Hotels Maakt in Stralsund übernimmt die Dormero-Gruppe das Haus. Die Eröffnung mit 100 Zimmern ist für April geplant, unterstützt durch eine politische Initiative.

Seit 20 Jahren prägt Dirk Luther die Kulinarik im Alten Meierhof in Glücksburg. Mit zwei Michelin-Sternen und einer konsequenten Qualitätsphilosophie hat er das Haus an der Flensburger Förde als feste Größe in der deutschen Gastronomielandschaft etabliert.

Premiere in London: Im historischen The Whiteley-Gebäude eröffnet das erste Six Senses des Vereinigten Königreichs. Das Haus setzt auf eine Kombination aus Art-déco-Design, Wellness und einem neuen exklusiven Mitgliederclub.

Der touristische Aufschwung in Schleswig-Holstein setzt sich fort und erreicht erneut ein Rekordergebnis. 2025 zählte das Statistikamt Nord fast 9,7 Millionen Gästeankünfte und fast 38,6 Millionen Übernachtungen.

In der alpinen Hotellerie sichern Frauen durch spezialisierte Konzepte – von der biologischen Küche bis zum Design-Fokus – den Markterfolg. Neun Portraits zeigen, wie weibliche Führungskräfte in Südtirol, Österreich und Deutschland durch individuelle Strategien in ihren Häusern moderne Maßstäbe setzen.