Gericht: Kein Subventionsbetrug bei «Yachthafenresidenz Hohe Düne»

| Hotellerie Hotellerie

Mecklenburg-Vorpommerns früherer Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) ist im Prozess um angeblichen Subventionsbetrug beim Bau des Hotelkomplexes «Yachthafenresidenz Hohe Düne» in Rostock-Warnemünde freigesprochen worden. Die Richter am Landgericht Schwerin kamen am Freitag zu dem Schluss, dass es keine Basis für den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf gibt, Ebnet habe sich an einem Subventionsbetrug beteiligt und sich außerdem der Untreue zum Nachteil der Landeskasse schuldig gemacht. Denn den unterstellten Subventionsbetrug durch den Bauunternehmer Per Harald Lökkevik, den Ebnet angeblich unterstützt hat, habe es nicht gegeben (Az: Kls 3/20).

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem seit Mai 2019 laufenden Prozess für Ebnet eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Lökkevik hatte zwischen 2003 und 2006 vom Land 47,5 Millionen Euro Subventionen für den Bau des Hotelkomplexes bekommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm seit 2011 vor, das Vorhaben zum Schein und damit illegal in zwei Hotels aufgeteilt zu haben. Einerseits musste so die EU-Kommission den Fördergeldern nicht zustimmen, andererseits standen für zwei kleinere Hotels mehr Fördergelder in Aussicht als für ein großes. Ebnet, ein Bank-Manager, ein Steuerberater und der Chef eines Förderinstituts wurden als Mittäter angeklagt.

Das Schweriner Landgericht entschied, der Komplex sei von Anfang an mit zwei separaten Hotels geplant und verwirklicht worden. Auch wenn sie bis heute eng zusammenarbeiteten, seien ihre Verbindungen jederzeit ohne viel Aufwand zu trennen. Sie bildeten keine wirtschaftlich untrennbare Einheit – auch wenn Lökkevik faktisch für beide Hotels die zentrale Figur sei. Der Staatsanwaltschaft sei zuzubilligen, dass das ausschlaggebende EU-Recht kompliziert sei. Dennoch habe sich der «unbedingte Verfolgungswille als Irrweg erwiesen». (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein plant bis Dezember 2026 einen umfangreichen Um- und Neubau. Vorgesehen sind 29 neue Zimmer und Suiten, ein erweiterter Wellnessbereich, Veränderungen am Gourmetrestaurant und neue betriebliche Bereiche.

Scandic will 2027 ein drittes Hotel in Frankfurt am Main eröffnen. Die bestehende Immobilie nahe der Messe, das frühere von Revo geführte Mövenpick-Hotel, soll modernisiert werden und künftig 296 Zimmer sowie rund 500 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bieten.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt. Hotels und Restaurants sollten jetzt handeln.

Die Marke Hilton Hotels & Resorts eröffnet mit dem Hilton Chania Old Town Resort & Spa ein neues Haus auf Kreta. Das Stadtresort verfügt über 85 Zimmer und ist auf einen Ganzjahresbetrieb ausgelegt.

Die DSR Hotel Holding hat das Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen im ehemaligen Reindl’s Partenkirchner Hof offiziell eröffnet. Das neue Boutique-Hotel verfügt über 69 Zimmer und nutzt künftig personelle Synergien mit dem benachbarten aja Resort.

Der Nürnberger Schindlerhof hat in Paris den Hospitality Icon 2026 in der Kategorie „Employee Experience & Satisfaction“ erhalten. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Jury insbesondere die Mitarbeiterkultur und die Transparenz im Betrieb.

Mariana Santelli wurde vom Hotelkompetenzzentrum zur „Housekeeping Managerin“ des Jahres 2026 gekürt. Im Gespräch mit der IST-Hochschule erläutert sie unter anderem, vor welchen neuen Herausforderungen das moderne Housekeeping heute steht.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Während klassische Hotels den Markt dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu.

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.