Gert Prantner als neuer Investor für das Steigenberger Hotel Bad Pyrmont vorgestellt

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Im Steigenberger Hotel in Bad Pyrmont ist ein neuer Investor vorgestellt worden. Wie auf einem Pressetermin mitgeteilt wurde, will der 85-jährige Hotelentwickler Gert Prantner mit bis zu fünf Millionen Euro in das Projekt einsteigen.

Die Sanierung des Hotels läuft seit rund zwei Jahren. Zuletzt hatten nach Angaben der Beteiligten Mehrkosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro die Arbeiten gebremst. Anfang März musste die Betreibergesellschaft Insolvenz anmelden.

Einigung nach Insolvenzverfahren

Nach Angaben aus dem Pressetermin konnten sich innerhalb weniger Wochen das Land Niedersachsen, die Insolvenzverwalterin sowie der neue Gesellschafter und Betreiber auf eine Fortführung einigen. Das Land Niedersachsen ist Eigentümer des historischen Gebäudes und beteiligt sich mit 25 Millionen Euro an den Baumaßnahmen.

Gert Prantner kündigte demnach an, Gespräche mit beteiligten Firmen sowie umliegenden Unternehmen führen zu wollen, um sein Konzept vorzustellen.

Prantner seit mehreren Jahrzehnten in der internationalen Hotellerie tätig. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Tätigkeit als Direktor des Hotels Vier Jahreszeiten in Hamburg, das er von 1973 bis 1989 leitete. Im Laufe seiner Karriere war er in verschiedenen europäischen Ländern tätig und übernahm Funktionen als Hoteldirektor sowie später als Entwickler, Betreiber und Berater von Hotelprojekten. Prantner war Mitgründer der RIMC Hotels & Resorts Group, ist dort jedoch heute nicht mehr aktiv. Heute ist er nach eigenen Angaben über seine Gesellschaft Prantner & Cie GmbH weiterhin in der Entwicklung und Begleitung von Hotel- und Immobilienprojekten tätig.

Abschluss der Bauarbeiten geplant

Die laufenden Arbeiten sollen nach Angaben der Beteiligten planmäßig im Februar kommenden Jahres abgeschlossen werden. Die Sanierung des Hotels war zuvor durch die zusätzlichen Kosten und die Insolvenz der Betreibergesellschaft verzögert worden.

Insolvenzverfahren und Sanierungsplan

Wie Tageskarte.io Anfang März berichtete, strebt das Grandhotel Bad Pyrmont eine Sanierung über einen Insolvenzplan an. Nach Angaben der beteiligten Kanzlei Brinkmann & Partner wird derzeit ein Konzept für die Zukunft des Hauses erarbeitet.

Dem Bericht zufolge hatte die Geschäftsführung zunächst Anfang Februar beim Amtsgericht Hameln ein Verfahren in Eigenverwaltung beantragt. In Abstimmung mit den Beteiligten wurde das Verfahren anschließend in ein Regelverfahren überführt. Das Gericht bestellte am 27. Februar Rechtsanwältin Karina Schwarz von der Kanzlei Schwarz Rühmland und Partner zur Insolvenzverwalterin.

Die Ursachen für das Verfahren liegen laut Unternehmensangaben in deutlichen Kostensteigerungen bei der Modernisierung. Insbesondere Maßnahmen im Bereich Schall- und Brandschutz hätten sich umfangreicher entwickelt als ursprünglich kalkuliert.

Das 1898 eröffnete Gebäude verfügt über 150 Zimmer, zwei Restaurants, fünf Veranstaltungsräume, eine Bar sowie einen Wellness- und Spa-Bereich. Ziel bleibt nach Angaben des Unternehmens, das Hotel nach Abschluss der Arbeiten wiederzueröffnen.

Im Zuge des Verfahrens wurde laut Bericht die Sicherung der Gehälter für 62 Mitarbeiter über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes eingeleitet. Geschäftsführer Oliver Massabni erklärte dazu: „Wir stehen in engem Austausch mit dem Land Niedersachsen als Eigentümer der historischen Hotelimmobilie. Wir erleben einen starken Rückhalt durch das Staatsbad Pyrmont und wollen die sehr gute Zusammenarbeit weiter pflegen.


 

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