Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus der Suche

| Hotellerie Hotellerie

Google erweitert den KI-Modus seiner Suche um Hotelbuchungen. Nutzer können Hotels künftig innerhalb einer Unterhaltung mit dem KI-Modus suchen und den Buchungsvorgang über die Option „Continue on Google“ fortsetzen. Die Funktion werde zunächst in den USA und auf Englisch eingeführt und solle dort in den kommenden Wochen verfügbar werden, so Google in einem Blog-Post.

Nach Angaben von Google können Nutzer dem KI-Modus ihre Reisedaten und Hotelpräferenzen nennen. Daraufhin werde eine visuelle Auswahl von Hotels angezeigt, die unter anderem Gästebewertungen und Vergleichskriterien enthalte.

Zu den Partnern beim Start gehören Booking.com, Choice Hotels International, Expedia, Hilton, Hotels.com, IHG Hotels & Resorts, Marriott International, Priceline, Trip.com und Wyndham Hotels & Resorts.

Google wickelt Buchungen mit Hotels und Plattformen als Vertragspartner ab

Hat sich ein Nutzer für ein Hotel entschieden, könne er den KI-Modus auffordern, bei der Buchung zu helfen. Bei integrierten Partnern erscheine anschließend die Auswahl „Continue on Google“. Dort könnten Nutzer den Zimmertyp auswählen, Buchungsdetails wie die Stornierungsbedingungen prüfen und die Buchung über Google Pay abschließen.

Das jeweilige Hotel oder die Buchungsplattform bleibe dabei nach Angaben von Google Merchant of Record und übernehme auch den Kundenservice nach der Buchung.

Der Branchendienst PhocusWire berichtet unter Berufung auf James Byers, Group Product Manager für Google Search, zudem über weitere Einzelheiten. Demnach erhielten die beteiligten Buchungspartner nur die Daten, die für die jeweilige Buchung erforderlich seien. Informationen über vorherige Suchanfragen oder den Kontext der Unterhaltung im KI-Modus würden nicht an die Partner weitergegeben.

Google startet Hotelergebnisse zunächst ohne bezahlte Platzierungen

Auch zur Reihenfolge der angezeigten Hotels äußerte sich Byers gegenüber PhocusWire. Die Ergebnisse im KI-Modus würden derzeit nicht durch Werbung beeinflusst. Es gebe zum Start keine bezahlten Platzierungen und keine kommerzielle Möglichkeit für Partner, das Ranking zu beeinflussen.

Google schließt Werbung in diesem Umfeld für die Zukunft allerdings nicht aus. Byers erklärte gegenüber PhocusWire, das Unternehmen prüfe grundsätzlich unterschiedliche Wege, Nutzern Hotels zu präsentieren, zu denen auch Anzeigen gehören könnten.

PhocusWire berichtet außerdem, dass die Hotelbuchung beim Start noch nicht vollständig auf Googles Universal Commerce Protocol (UCP) beruhe. Nach Angaben von Byers würden zunächst unterschiedliche Integrationswege eingesetzt. Bei einer weiteren Skalierung wolle Google UCP als gemeinsame Plattform und gemeinsames Protokoll nutzen.

KI-Modus zeigt auch Preise in Punkten und Meilen

Parallel erweitert Google den KI-Modus um die Darstellung von Punkten und Meilen für Flüge und Hotels. Nutzer könnten Reiseziel und Zeitraum nennen und sich anzeigen lassen, wie viele Punkte oder Meilen eines bestimmten Bonusprogramms benötigt würden. Die Einlösung erfolge anschließend auf der Seite des jeweiligen Partners.

Die Funktion sei weltweit verfügbar. Zum Start unterstütze Google Alaska Airlines/Hawaiian Airlines, American Airlines, Choice Hotels International, Hilton und Wyndham Hotels & Resorts. In den kommenden Wochen sollen unter anderem Accor, Flying Blue, Hyatt, LATAM Airlines und die Lufthansa Group hinzukommen.

Eine direkte Flugbuchung innerhalb des KI-Modus gibt es dagegen noch nicht. Byers erklärte gegenüber PhocusWire, Google beschäftige sich weiterhin mit einer solchen Funktion für die Zukunft.

Flugpreisbeobachtung erreicht die Europäische Union vorerst nicht

Google integriert außerdem die aus Google Flights bekannte Flugpreisbeobachtung in den KI-Modus. Nutzer können dort Preisalarme für gewünschte Strecken und Reisedaten einrichten. Google verweist dabei auf aktuelle Preise von mehr als 300 Partnerfluggesellschaften und Reiseseiten. Bei Preisänderungen würden Nutzer per E-Mail informiert.

Google selbst gibt an, dass die Flugpreisbeobachtung im KI-Modus in mehr als 180 Ländern und Gebieten verfügbar sei. PhocusWire berichtet ergänzend, dass die Funktion in der Europäischen Union nicht verfügbar sei.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Was rechtfertigt einen Zimmerpreis von mehreren tausend Franken pro Nacht? Viele würden spontan an spektakuläre Einrichtung, Sterne-Gastronomie oder den Blick auf den St. Moritzersee denken. Für Pia Baumann, Director Front of House im Luxus-Hotel Grace La Margna in St. Moritz, liegt die Antwort an einer ganz anderen Stelle: bei den Menschen.

Das Riva Hotel Konstanz erweitert sein Angebot zum 1. September um zwei neue Penthouse-Suiten mit Blick auf den Bodensee. Damit erhöht sich die Gesamtkapazität des Fünf-Sterne-Superior-Haus auf insgesamt 73 Zimmer und Suiten.

Das legendäre Hotel Adlon soll verkauft werden - doch dafür braucht es die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter. Nun kommt aus deren Kreisen Kritik an dem Vorhaben.

Die Accor-Marke Mercure Hotels & Resorts eröffnet mit dem Mercure Gothenburg ihr erstes Hotel in Schweden. Zugleich ist es das zweite Accor-Hotel im Land. Das Haus wird von CIC Hospitality im Rahmen eines Franchisevertrags betrieben. 

Motel One folgt im Wiener Vio Plaza auf H2 und übernimmt das Haus mit 265 Zimmern im kommenden Jahr langfristig. Der Gebäudekomplex in Wien-Meidling kombiniert Hotelnutzung mit großflächigem Einzelhandel, Büroflächen und Wohnungen.

Das Seehotel Niedernberg führt seine neu eröffnete Wellnessanlage Miranu Spa ab August mit einer Doppelspitze aus Lisa Hört und dem ehemaligen Kampfjetpiloten Frank Rosnizeck. Die Anlage erweitert das bestehende Angebot unter anderem um sechs neue Behandlungsräume und mehrere Saunen.

Seminaris erprobt im SeeHotel Potsdam einen humanoiden Serviceroboter für die Kontrolle frisch gereinigter Hotelzimmer. Bis Ende 2026 sollen auch die sieben weiteren Häuser der Gruppe mindestens einen „Billie“ einsetzen.

Vor fast 120 Jahren gründete Lorenz Adlon das berühmte Adlon in Berlin – nun hadert sein Ururenkel mit der Namensgebung. Am liebsten würde er das Adlon und seinen Namen zurückkaufen, verriet Felix Adlon der Süddeutschen Zeitung.

Das Hotel Adlon soll verkauft werden.Für Unmut bei Gesellschaftern sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen.

Unternehmen und Agenturen setzen bei der Organisation ihrer geschäftlichen Veranstaltungen auch im Jahr 2026 auf klassische Tagungshotels. Das geht aus einer Befragung der BWH Hotels Central Europe hervor.