Grand Hotel Hof in Bad Ragaz renoviert

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Das Grand Hotel Hof in Bad Ragaz erfuhr in den letzten Wochen eine Gesamterneuerung. Sämtliche 109 Zimmer des Hauses wurden für 13,5 Millionen Schweizer Franken renoviert.

Die letzte Gesamterneuerung des Hauses datiert auf 2009 zurück. Das traditionelle Design des Hotels wird mit dem Umbau nun um moderne und schlichte Elemente ergänzt. „Damit gehen wir als Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft“, sagt Marco R. Zanolari, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Grand Resort Bad Ragaz AG zum bevorstehenden Umbau. Das Hotel wird Ende Mai nach einer fünfmonatigen Bauphase seine Türen neu öffnen.

Kaum waren anfangs Januar die Festtage vorbei, stand für einen Grossteil der Belegschaft des Grand Resort Bad Ragaz bereits die nächste Herausforderung an. Mitarbeitende aus sämtlichen Abteilungen packten beim Ausräumen der 109 Zimmer und Suiten an, um das Grand Hotel Hof Ragaz für den viereinhalbmonatigen Umbau vorzubereiten. „Es freut uns, konnten wir das Mobiliar an die Organisation Osteuropahilfe spenden, wo es Flüchtlingsprojekten zu Hilfe kommt“, sagt Projektführer und Leiter Infrastruktur & Sicherheit des Grand Resort, Reto Schwengeler.

Die Gäste erwartet ein vollständig überarbeitetes Designkonzept, welches weiterhin auf Komfort ausgerichtet ist, mit natürlich Materialien und urbanen Akzenten aber auch modern, frisch und hell wirkt. Hauptinspiration für das neue Raum- und Farbkonzept gab das Thermalwasser, welches ebenfalls am 31. Mai 1840 erstmals bis nach Bad Ragaz floss. Die daraus abgeleiteten aquamarinfarbenen Töne spiegeln sich in den Teppichen, Lampen und dekorativen Elementen wider, während warme Brauntöne und grauer Stein die Landschaft rund um die Taminaschlucht repräsentieren.

Der Einbau der neuen Fenster stellte die Bauleitung vor eine besondere Herausforderung. Da kein gebäudeumfassendes Baugerüst aufgestellt worden war, konnten diese nur mit einer kreativen Lösung auf die vier Etagen verteilt werden. Zum Einsatz kam schlussendlich ein Helikopter, welcher die neuen Fenster vom Parkplatz zum Hof Ragaz flog. Durch diese eröffnet sich parkseitig der uneingeschränkte Blick auf den Hausberg Falknis und gartenseitig auf die Wälder rund um das Taminatal.

„Auch von einem traditionellen Grand Hotel mit über 180 Jahre Geschichte erwarten Gäste, dass es mit der Zeit geht. Wir sind von unserer Zimmerinfrastruktur nun bestens auf die kommenden Jahre vorbereitet“, resümiert Milos Colovic, der seit dem 1. April in der Position als General Manager Grand Hotels die finale Phase des Baus begleitet hat.

Für die Planung und Umsetzung des Umbaus setzte das Grand Resort auf einen dem Haus vertrauten Namen, nämlich auf das Architekturbüro Felix Graf aus Deutschland. Bereits bei der letzten Renovation von 2008 bis 2009, unter Interior Designer Claudio Carbone, zeichnete Felix Graf für den Innenausbau verantwortlich. 2023 war das Team rund um Felix Graf Junior und Bauleiter Josef Eder sowohl für die Konzeption, das Design als auch die Umsetzung zuständig.

Die Anforderungen an ein Grand Hotel haben sich weiterentwickelt: „Wir nutzen die Tradition und die Geschichte des Hauses, um darin unsere zeitgemässe Art von Gastgebertum zu leben. Unsere Gäste werden an zahlreichen Ecken unsere Individualität und Frische zu spüren bekommen“, so General Manager Colovic.

Während der 99 Bautage wurden insgesamt fünf Kilometer Sockelleisten und 10'000m2 Tapete angebracht, was einer Fläche von 1,4 Fussballfeldern entspricht. Weiter wurden 109 Toiletten und 328 Duscharmaturen verbaut sowie 218 neue Betten mit insgesamt 186 Matratzen, 436 Kissen und 182 Duvets aufgestellt.

Die Medienpräsentation des Hof Ragaz fand auf den Tag und fast auf die Stunde genau zum 183-jährigen Jubiläum der Erschliessung von Bad Ragaz mit Thermalwasser statt. Am 31. Mai 1840 luden die Direktoren des Hof Ragaz und des Bad Pfäfers zur feierlichen Eröffnung der Wassserleitung vor dem Garten des Hof Ragaz ein. Das Gebäude, das damals als Hof Ragaz geführt wurde, wird heute unabhängig vom Grand Hotel als Boutiquehotel Palais geführt.


 

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