Grand Hotel Wien soll verkauft werden

| Hotellerie Hotellerie

Das renommierte "Grand Hotel Wien" steht zum Verkauf. Nach der Eröffnung eines Konkursverfahrens Ende Juni soll der geplante Verkauf die finanziellen Schwierigkeiten des Betreibers lösen. Der Konkurs über die Grand Hotel GmbH wurde auf Antrag eines Gläubigers eröffnet, nachdem bereits Mitte Mai ein Konkursverfahren über die Muttergesellschaft Erste Wiener Hotel AG eröffnet worden war.

Das Hotel, das sich am Wiener Kärntner Ring befindet, wurde laut einem Zeitungsbericht auf 77,8 Millionen Euro geschätzt. Dieser Wert beinhaltet auch die Liegenschaft, was in solchen Fällen selten ist. Zum Paket gehört eine Nutzfläche von über 20.000 Quadratmetern, 15 Stockwerke, 206 Zimmer, ein großes Spa sowie zwölf Tagungsräume. Das Inventar hat einen geschätzten Wert von 1,44 Millionen Euro.

Nationale und internationale Interessenten

Der Kreditschutzverband (KSV) 1870 bestätigte, dass das Hotel zusammen mit dem Grundstück verkauft wird. Ein Makler wurde bereits beauftragt und es gibt sowohl nationale als auch internationale Interessenten. Trotz der laufenden Verhandlungen wird der Hotelbetrieb vorerst fortgesetzt.

Der Eigentümer der Betreibergesellschaft, Mohamed Bin Issa Al Jaber, ist weiterhin zuversichtlich, die Refinanzierung des Hotels im Oktober erfolgreich abzuschließen. Die Erste Wiener Hotel-AG, die dem saudi-arabisch-österreichischen Investor zugeordnet wird, wurde vor 156 Jahren gegründet.

Schließung der preisgekrönten "Wagemut Kavalierbar"

Unabhängig vom Verkaufsverfahren muss die im Hotel befindliche "Wagemut Kavalierbar" schließen. Die vom "Falstaff" im Jahr 2024 als beste Hotelbar des Jahres ausgezeichnete Bar wird im Dezember endgültig ihre Türen schließen. Laut Barchef Nicolas Kröger hängt die Schließung nicht mit der Insolvenz zusammen. Die Bar war im April 2023 nach einer dreijährigen Pause wiedereröffnet worden.

"Es fällt mir sehr schwer, da mir alles dazu ans Herz gewachsen ist. Auch der Ort selbst: Ich liebe unsere Bar und die Zeit dort fühlt sich anders an, als sonst. Wenn du Lust hast, noch einmal diese Emotionen zu tanken, dann mach dich auf den Weg, bevor es zu spät ist", so der Barchef auf Instagram. Kröger gab bekannt, dass die Bar in drei Monaten schweren Herzens geschlossen wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.

Aus dem traditionsreichen Hotel Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot geworden. Heute teilen sich das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten und das Restaurant Wilma Wunder die Adresse. Hinter dem Umbau steht Investor Orhan Tiryaki

Die Lopesan-Gruppe erhält von der Regierung der Kanarischen Inseln 300 Millionen Euro Entschädigung. Die Hotelgruppe ist auch in Deutschland vertreten und führt hier über IFA by Lopesan Hotels vier Häuser.

IHG Hotels & Resorts übernimmt in Kooperation mit GCP Hospitality ein Portfolio von 14 Hotels in Kyoto. Diese sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate schrittweise unter den Marken Garner und Holiday Inn Express neu positioniert werden.