Hacker-Bande stellt Mitarbeiter- und Gästedaten aus Hotels ins Netz

| Hotellerie Hotellerie

Die Hacker-Bande ALPHV, die auch als BlackCat bekannt ist, will mit einer neuen Masche den Druck auf ihre Opfer erhöhen. Dazu hat die Gruppe eine spezielle Website erstellt, auf der die erbeuteten Daten von Hotelgästen und -mitarbeitern präsentiert werden. Dadurch soll offenbar der Druck auf die Unternehmen erhöht werden, der Lösegeldforderung nachzukommen.

Als Teil des Angriffs behauptet die Bande, 112 GB an Daten von 1.500 Mitarbeitern gestohlen zu haben. Anstatt die Daten wie sonst üblich auf einer Tor-Site im Dark-Web zu veröffentlichen, ging ALPHV dieses Mal noch einen Schritt weiter und erstellte die Website. Auf dieser können Mitarbeiter und Gäste selbst überprüfen, ob ihre Daten während des Angriffs auf das Hotel gestohlen wurden.

Während die Gästedaten Namen, Ankunftsdatum und Aufenthaltskosten enthalten, gehen die Daten der Mitarbeiter tiefer ins Detail und beinhalten auch Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten, Telefonnummern und E-Mail-Adressen.

Das Ziel dieser Seite ist offenbar, Mitarbeiter und Gäste dazu zu bewegen, Druck auf das angegriffene Unternehmen auszuüben, das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Entdeckt hat die neue Strategie der Sicherheitsanalyst Brett Callow:

„ALPHV hofft zweifellos, dass diese Taktik die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie Angriffe monetarisieren. Wenn Unternehmen wissen, dass Informationen über ihre Kunden und Mitarbeiter auf diese Weise veröffentlicht werden, sind sie möglicherweise eher geneigt, die Forderung zu bezahlen“, so Callow in einem Gespräch mit BleepingComputer.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Preisstudie zeigt, dass viele Hotels an der Nord- und Ostsee trotz einer hohen Nachfrage ihre Preise senken. Grund dafür ist ein verändertes Buchungsverhalten der Gäste, auf das viele Betriebe mit defensiven Preisstrategien reagieren.

Die Jufenalm hat den Umbau ihrer Hotelanlage in den Salzburger Bergen abgeschlossen. Das Unternehmen startet mit neuen Suiten, einem erweiterten Wellnessbereich und speziellen Rabattaktionen in die aktuelle Sommersaison.

Das Hotel Bergkristall in Oberstaufen hat sechs neue Seesuiten am hauseigenen Bergsee eröffnet. Ab August 2026 soll das Angebot laut Unternehmen um weitere Bergsuiten ergänzt werden.

Die H World Group hat nach eigenen Angaben das Europageschäft wieder in die Gewinnzone geführt. In den veröffentlichten Quartalszahlen verweist das Unternehmen auf Fortschritte im internationalen Segment sowie auf den weiteren Ausbau der Marken Steigenberger und IntercityHotel.

Eine Studie von Mews zeigt eine breite Nutzung von künstlicher Intelligenz in Hotels. Gleichzeitig sehen viele Hoteliers persönliche Kontakte wie Begrüßung und Check-in weiterhin als Aufgabe von Mitarbeitern.

Der Apartment-Anbieter Stayery hat ein neues Haus in der Innenstadt von Fürth eröffnet. Das Unternehmen setzt am Standort auf digitale Abläufe und plant bereits die Erschließung weiterer Märkte im deutschsprachigen Raum.

Das Best Western Plus Ostseehotel Waldschlösschen im Ostseebad Prerow feiert sein dreißigjähriges Bestehen unter der Leitung der Inhaberfamilie Jahncke. Seit dem Kauf im Jahr 1995 wurde die historische Immobilie kontinuierlich modernisiert.

Die Schlosshotels & Herrenhäuser trauern um ihren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Max Eidlhuber. Der österreichische Hotelier starb im Alter von 78 Jahren in Salzburg.

Die Dormero Hotel AG übernimmt das bisherige Amedia Express Passau aus der Insolvenz der Revo-Gruppe. Das Hotel mit 73 Zimmern soll in den kommenden zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert werden.

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt