Hilpert Gruppe und Schulz Hotel bauen Herberge in Berlins Europacity

| Hotellerie Hotellerie

Die Hilpert Gruppe und Schulz Hotel setzen ihre langjährige Partnerschaft mit einem neuen Projekt in Berlin fort. Im Europacity-Quartier, in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof, entsteht das „Schulz Hotel Heidestraße“ als zweites gemeinsames Haus der Partner. Die Eröffnung des Neubaus mit 326 Zimmern ist für Anfang 2027 geplant.

Nächste Etappe einer langjährigen Kooperation

Das Vorhaben an der Heidestraße 18 markiert die Fortsetzung einer erfolgreichen Zusammenarbeit, die seit fast 20 Jahren besteht und bereits 2018 mit der Eröffnung des Schulz Hotel Berlin Wall am Stralauer Platz (Ostbahnhof) ihren Anfang nahm. Die Beteiligten betonen die Kontinuität der Partnerschaft.

Sascha Gechter, Geschäftsführer von Schulz Hotel, unterstreicht die Bedeutung der Lage für das neue Projekt: „Wir arbeiten nun seit nahezu 20 Jahren in enger Vertrautheit mit der Hilpert-Gruppe zusammen und freuen uns, nun ein weiteres Projekt gemeinsam zu starten. Die Lage und besonders die Nähe zum Berliner Hauptbahnhof stellt gerade für unsere Zielgruppe einen klaren Standortvorteil dar.“

Marvin Hilpert von der Hilpert Gruppe hob die strategische Bedeutung des Standortes hervor: „Wir freuen uns sehr, mit dem Standort an der Heidestraße ein weiteres Kapitel unserer engen Zusammenarbeit mit Schulz Hotel aufzuschlagen. Nach dem Erfolg unseres ersten gemeinsamen Projekts am Stralauer Platz sind wir stolz, erneut gemeinsam ein starkes Zeichen in der Berliner Hotellerie zu setzen – in einem der spannendsten Entwicklungsgebiete der Stadt.“

Konzept und zentrale Lage

Das geplante Hotelkonzept sieht ein urbanes Design mit einer lebendigen Atmosphäre und einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis vor. Zielgruppen sind Geschäftsreisende, Städtereisende und Familien. Der Standort in direkter Nähe zum Hauptbahnhof, zur Spree und den Neubauten der Europacity gilt als optimal angebunden für Gäste aus aller Welt. Die Heidestraße wird als zentrale Achse im wachsenden Quartier betrachtet.

Das Baugrundstück an der Heidestraße 18, das zuvor eine Total-Tankstelle beherbergte, wurde 2023 von der Hilpert Gruppe von der Adler Group erworben. Vorbereitungen für den Baubeginn sind eingeleitet; erste Baumaschinen sind vor Ort und Bauzäune wurden errichtet.

Schließung einer der letzten Lücken im Quartier

Mit einer Fläche von rund 2.900 Quadratmetern zählt das Areal zu den letzten größeren unbebauten Grundstücken im Europacity-Quartier. Die Bebauung dieses Areals schließt somit eine der letzten Lücken im Entwicklungsgebiet. Das Hotelprojekt findet zudem im Kontext eines aktuellen Hotelbooms in Berlin statt, bei dem in mehreren Stadtteilen – darunter Moabit, Friedrichshain und Charlottenburg – neue Häuser entstehen, welche die Quartiersentwicklung mitprägen.

Die Quartiersentwicklung wird hinsichtlich des Gleichgewichts zwischen Wohnen, Arbeiten und öffentlichem Raum sowie der Verkehrssituation im Umfeld der Heidestraße unterschiedlich bewertet. Während Befürworter den wirtschaftlichen Nutzen betonen, fordern Stadtentwicklungsverbände und Anwohnende eine stärkere Nutzungsdurchmischung und eine sorgfältige Abwägung der Interessen, um ein langfristig ausgewogenes Quartier zu sichern. Das Hotelprojekt verdeutlicht die planerischen Herausforderungen in der städtebaulichen Entwicklung der Europacity Berlin.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Imlauer investiert nach eigenen Angaben weitere 20 Millionen Euro in Schloss Pichlarn im steirischen Ennstal. Mit einem neuen Bereich für Erwachsene soll die gesamte Spa-Fläche auf rund 8.500 Quadratmeter wachsen.

Der Karmeliterhof in Boppard wird neues Mitglied bei Romantik Hotels & Restaurants. Das inhabergeführte Haus liegt in der Altstadt von Boppard im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und verfügt über zehn Studios, Suiten und Apartments.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2026 in Mainz haben 51 Nachwuchskräfte aus dem Gastgewerbe um die Titel in drei Ausbildungsberufen gekämpft. Bayern gewann die Mannschaftswertung.

Scandic und Hilton wollen ihre Hotelentwicklung in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland ausbauen. In Kopenhagen ist bereits ein Hilton-Hotel mit 284 Zimmern geplant, das 2029 eröffnen soll.

Union Investment hat den Mietvertrag für das Radisson Blu Hotel Manchester Airport bis Ende 2035 verlängert. Der Vertrag mit der Radisson Hotel Group enthält eine Option auf eine weitere Laufzeit von zehn Jahren bis Ende 2045.

Rechtsanwalt Peter Hense wirft den „derzeit reihenweise gehackten Dienstleistern“ vor, weder Behörden noch Vertragspartner oder Betroffene zu informieren. Das IT-Problem der Hotellerie sei vor allem ein Dienstleisterproblem, schreibt er. Die HSMA fordert mehr Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Informationspflichten.

Haus Maria Rast in Euskirchen soll unter Kloster Steinfeld und der Familie Scheidtweiler zu einem Seminar- und Hotelbetrieb ausgebaut werden. Langfristig sind nach einem Bericht des Wochenspiegels 50 bis 60 Doppelzimmer geplant. Ein Teil der Schönstätter Marienschwestern werde weiterhin am Standort leben.

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.