Hilton schließt Exklusivvertrag mit Yotel ab

| Hotellerie Hotellerie

Hilton hat eine exklusive Vereinbarung mit der Hotelmarke Yotel getroffen, um deren Portfolio in das eigene Vertriebsnetz aufzunehmen. Wie die Unternehmen mitteilten, wird Yotel damit die erste Marke innerhalb des neu geschaffenen Segments Select by Hilton. Die Kooperation sieht vor, dass die 23 bestehenden Standorte von Yotel in zehn Ländern künftig über die technologischen Plattformen und das Loyalitätsprogramm von Hilton vermarktet werden.

Nach Angaben der Partner bleibt Yotel als eigenständige Marke erhalten und behält das operative Management sowie die Lizenzhoheit über seine Häuser. Ziel der Zusammenarbeit sei eine deutliche Expansion, wobei eine Verdreifachung des aktuellen Portfolios in den kommenden Jahren angestrebt wird. Hilton erweitert durch diesen Schritt sein Angebot im sogenannten Lifestyle-Segment, ohne dabei vom eigenen Modell der geringen Kapitalbindung abzuweichen.

Integration in das globale Vertriebssystem

Die Einbindung von Yotel in das System von Hilton erfolgt laut Mitteilung primär über das Treueprogramm Hilton Honors. Die knapp 250 Millionen Mitglieder des Programms erhalten damit Zugriff auf die Standorte von Yotel in Städten wie New York, Tokio, Amsterdam, Glasgow und Singapur. Christian Charnaux, Vorstand und Leiter der Entwicklungsabteilung bei Hilton, bezeichnete die Vereinbarung als Ergänzung zum bestehenden Markenportfolio, die das Netzwerk in wichtigen städtischen Lagen stärke.

Laut dem Unternehmen bietet die neue Kategorie Select by Hilton etablierten, unabhängigen Hotelmarken die Möglichkeit, ihre eigene Identität zu wahren und gleichzeitig die Vertriebswege des Konzerns zu nutzen. Für Hilton bedeute dies ein Wachstum in Marktnischen, die bisher nicht vollständig durch Eigenmarken abgedeckt waren. Die Sichtbarkeit und die Nachfrage für die Yotel-Häuser sollen durch die globale Reichweite von Hilton gesteigert werden, ohne das Design oder den Servicestil der Hotels zu verändern.

Technologische Merkmale und Expansionspläne

Yotel wurde im Jahr 2007 in London gegründet und ist für effiziente Raumlösungen sowie technologische Funktionen bekannt. Dazu gehören nach Unternehmensangaben unter anderem automatisierte Gepäckaufbewahrungssysteme und das sogenannte Smartbed, welches sich per Knopfdruck von einem Bett in ein Sofa verwandeln lässt. Phil Andreopoulos, Hauptgeschäftsführer von Yotel, betonte, dass die Beziehung zu Hilton den Zugang zu neuen Märkten ermögliche, während die Markenidentität unberührt bleibe.

Durch den Franchisevertrag erhalten Gäste, die direkt über die Kanäle von Hilton buchen, Zugang zu kontaktlosen Technologien und den Vorteilen der Hilton Honors App. Statistisch gesehen zielt die Kooperation auf eine signifikante Steigerung der weltweiten Präsenz ab. Während Yotel aktuell in zehn Ländern vertreten ist, soll die Partnerschaft den Grundstein für eine weitreichende internationale Skalierung in der Hotelbranche legen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.