Hilton sieht weiteres Konversionspotenzial im europäischen Hotelmarkt

| Hotellerie Hotellerie

Hilton sieht weiteres Potenzial für Konversionen bestehender Hotels in Europa. In der Telefonschalte mit Investoren am 27. Oktober 2026 verwies Konzernchef Chris Nassetta auf den hohen Anteil unabhängiger Häuser: Hotels ohne Markenbindung stellten rund 60 Prozent des europäischen Angebots, Hilton selbst komme auf etwa zwei Prozent. Das geht aus dem bei Stockanalysis veröffentlichten Konferenzprotokoll hervor.

Konversionen sind bereits Teil des Geschäfts. Weltweit entfielen im dritten Quartal 37 Prozent der Hilton-Eröffnungen auf Konversionen. Innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate habe Hilton Hotels von fast 60 unterschiedlichen Marken in sein System aufgenommen, erklärte Nassetta. Diese Zahlen beziehen sich auf das weltweite Geschäft. Europa nannte er als Beispiel für weiteres Wachstumspotenzial. stockanalysis.com

Nassetta beschreibt schwierigere wirtschaftliche Bedingungen für Hotelneubauten in Europa

Bei Neubauten seien die wirtschaftlichen Voraussetzungen in Europa schwieriger, die Finanzierungsmärkte weniger robust. Bei Neubauprojekten verzeichne Hilton vor allem mit Hotels mit begrenztem Dienstleistungsangebot Erfolge, weil entsprechende Projekte wirtschaftlich sinnvoll seien, erklärte Nassetta. Für das künftige Wachstum in Europa rechne er mit einem erheblichen Anteil von Konversionen.

Die Stimmung unter den Hoteleigentümern beschrieb er überwiegend als gut, schränkte diese Aussage angesichts der Größe Europas allerdings ein. Das Reise- und Tourismusgeschäft sei trotz einer weniger robusten Entwicklung vieler europäischer Volkswirtschaften seit längerer Zeit stark. Zugleich sorgten die Entwicklungen in Osteuropa und im Nahen Osten für Verunsicherung. stockanalysis.com

Hilton meldet in Europa einen höheren Erlös je verfügbarem Zimmer

Für seine vergleichbaren europäischen Hotels meldete Hilton in der Konferenz einen währungsbereinigten Anstieg des Erlöses je verfügbarem Zimmer um 6,5 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Kontinentaleuropa sowie das Geschäfts- und Gruppenreisegeschäft hätten sich stark entwickelt. Für das Gesamtjahr 2026 erwarte Hilton in Europa einen Zuwachs dieser als RevPAR bezeichneten Kennzahl im mittleren einstelligen Prozentbereich. stockanalysis.com

Hilton meldet weltweit einen Nettozuwachs von 23.000 Zimmern im Quartal

In seiner ebenfalls am 27. Oktober veröffentlichten Quartalsmitteilung beziffert Hilton die weltweiten Eröffnungen auf 182 Hotels mit 27.000 Zimmern. Nach Abgängen verblieb ein Nettozuwachs von 23.000 Zimmern.

Für die künftige Entwicklung nahm Hilton im Quartal 30.500 Zimmer neu in seinen Projektbestand auf. Zum 30. September 2026 umfasste dieser insgesamt 3.869 Hotels mit 543.100 Zimmern in 135 Ländern und Gebieten. Fast die Hälfte der geplanten Zimmer befand sich dem Unternehmen zufolge im Bau, mehr als die Hälfte lag außerhalb der USA.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Hilton weltweit ein Nettowachstum seines Zimmerbestands zwischen sechs und sieben Prozent. Das Unternehmen rechne mit einem Wachstum etwa in der Mitte dieser Spanne, heißt es in der Quartalsmitteilung.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Imlauer investiert nach eigenen Angaben weitere 20 Millionen Euro in Schloss Pichlarn im steirischen Ennstal. Mit einem neuen Bereich für Erwachsene soll die gesamte Spa-Fläche auf rund 8.500 Quadratmeter wachsen.

Der Karmeliterhof in Boppard wird neues Mitglied bei Romantik Hotels & Restaurants. Das inhabergeführte Haus liegt in der Altstadt von Boppard im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und verfügt über zehn Studios, Suiten und Apartments.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2026 in Mainz haben 51 Nachwuchskräfte aus dem Gastgewerbe um die Titel in drei Ausbildungsberufen gekämpft. Bayern gewann die Mannschaftswertung.

Scandic und Hilton wollen ihre Hotelentwicklung in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland ausbauen. In Kopenhagen ist bereits ein Hilton-Hotel mit 284 Zimmern geplant, das 2029 eröffnen soll.

Union Investment hat den Mietvertrag für das Radisson Blu Hotel Manchester Airport bis Ende 2035 verlängert. Der Vertrag mit der Radisson Hotel Group enthält eine Option auf eine weitere Laufzeit von zehn Jahren bis Ende 2045.

Rechtsanwalt Peter Hense wirft den „derzeit reihenweise gehackten Dienstleistern“ vor, weder Behörden noch Vertragspartner oder Betroffene zu informieren. Das IT-Problem der Hotellerie sei vor allem ein Dienstleisterproblem, schreibt er. Die HSMA fordert mehr Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Informationspflichten.

Haus Maria Rast in Euskirchen soll unter Kloster Steinfeld und der Familie Scheidtweiler zu einem Seminar- und Hotelbetrieb ausgebaut werden. Langfristig sind nach einem Bericht des Wochenspiegels 50 bis 60 Doppelzimmer geplant. Ein Teil der Schönstätter Marienschwestern werde weiterhin am Standort leben.

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.