Hohe Bettenauslastung - Aber verhaltene Stimmung im Tourismus MV

| Hotellerie Hotellerie

Die Stimmungslage in der Urlaubsbranche Mecklenburg-Vorpommerns ist nach Einschätzung des Tourismusverbandes trotz einer guten Bettenauslastung etwas verhaltener als in den Vorjahren. «Der sehr hohe Nachfragedruck der vergangenen Jahre - auch der beiden Corona-Jahre - ist derzeit nicht zu erkennen», sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf der Deutschen Presse-Agentur.

Die aktuell unsichere Situation in der Weltpolitik spiegele sich auch im Urlaubsverhalten der Menschen wider. «Die Leute sparen: Entweder weil sie bereits sparen müssen oder weil sie die Ahnung haben, dass es sinnvoll wäre, das Geld zusammenzuhalten», sagte Woitendorf. Dies zeige sich noch nicht bei den aktuellen Buchungen, eher im täglichen Urlaubsgeschehen. Da werde mal auf den Gang ins Restaurant oder auf einen Ausflug verzichtet. Auch könnten sich manche Anbieter gezwungen sehen, energieintensive Angebote wie Wellnessbereiche einzuschränken.

Gleichzeitig stünden bei vielen Menschen wieder Urlaubsziele im Fokus, die während der Corona-Pandemie nicht oder nur erschwert erreichbar waren. Auch seien in manchen Teilen der Branche akute Personalprobleme zu spüren. Deshalb würden manche Angebote eingeschränkt, was in manchen Restaurants oder auf Promenaden zu sehen sei, wo sich die Zahl der Stände verringert hat, sagte Woitendorf. «Wo weniger Angebote sind, sind auch weniger Menschen unterwegs.»

Die Stimmung in der Branche werde auch dadurch beeinflusst, dass es aktuell wenig Hoffnung auf Verbesserung der weltpolitischen Lage gibt. Dies habe auch direkte Auswirkungen auf die Zukunftsplanungen der Betriebe, die beispielsweise vor teuren und gleichzeitig notwendigen Investitionen zurückschrecken.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.