Hotel am Sophienpark in Baden-Baden wird zu The Floris

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel am Sophienpark in Baden-Baden soll nach einer umfassenden Modernisierung im Frühjahr 2027 unter dem Namen „The Floris“ weitergeführt werden. Das teilte die Hotel am Sophienpark GmbH mit. Das traditionsreiche Gebäude an der Sophienstraße 14 werde derzeit revitalisiert und als Vier-Sterne-Superior-Hotel neu positioniert.

Eigentümerin der Immobilie ist laut Mitteilung die Architektenfamilie Wilhelm, die die Umgestaltung des Hauses begleite. Ziel sei es, die historische Substanz des bisherigen Hotels zu erhalten und gleichzeitig einen wirtschaftlich tragfähigen Hotelbetrieb zu etablieren.

Bestehendes Hotelgebäude soll bis 2027 umfassend umgebaut werden

Das Gebäude zählt nach Angaben des Unternehmens zu den traditionsreichen Hoteladressen der Stadt. Um 1900 sei das Haus zu einem Grandhotel erweitert worden. Zu den früheren Gästen hätten unter anderem der Schriftsteller Fjodor Dostojewski, Künstler und Vertreter des Hochadels gehört.

Mit der Neupositionierung soll das bisherige Hotel künftig erneut internationale Gäste ansprechen. Vorgesehen seien modernisierte Zimmer, gastronomische Angebote sowie Aufenthaltsbereiche mit Design- und Wellnessanspruch.

Historische Gebäudeteile sollen laut Betreiber sichtbar erhalten bleiben

Die Revitalisierung erfolge laut Mitteilung in Abstimmung mit dem Denkmalamt. Dabei sollen Teile der historischen Bausubstanz erhalten und hervorgehoben werden. Genannt werden unter anderem das historische Treppenhaus mit rekonstruierter Farbgebung sowie freigelegte Mosaikelemente.

Für Innenausbau und Gestaltung zeichnet nach Unternehmensangaben die Konrad Knoblauch GmbH verantwortlich. Das Gestaltungskonzept orientiere sich an Einflüssen der Belle Époque sowie an Farbwelten der Renaissance.

Marcus Scholz, Managing Director des Projekts, erklärte laut Mitteilung: „The Floris ist die Rückführung eines Hauses zu seiner Identität, verbunden mit dem Anspruch, es gleichzeitig neu zu definieren.“ Weiter sagte Scholz: „Wir schaffen keinen nostalgischen Rückblick, sondern ein lebendiges Hotel mit internationaler Ausstrahlung.“

Restaurant und Bar sollen sich auch an regionale Gäste richten

Zum Konzept gehört zudem das „1733 Restaurant & Bar“, das sich zur Sophienstraße öffnen soll. Ergänzt werde das Angebot durch eine Terrasse mit Blick in den Hotelgarten. Nach Angaben des Unternehmens soll sich die Gastronomie nicht ausschließlich an Hotelgäste richten, sondern auch Besucher aus der Region ansprechen.

Für das gastronomische Konzept verantwortlich ist laut Mitteilung Joachim Altvater, der als Culinary & Hospitality Head Chef genannt wird. Altvater erklärte: „Unser Ansatz ist eine weltoffene Küche mit erzählerischem Charakter – inspiriert von internationalen Einflüssen, aber klar verankert in Baden-Baden.“

Geplant sind darüber hinaus ein Wellness- und Fitnessbereich, Meetingflächen sowie ein Gartenbereich für Hotelgäste. Das Haus soll sich nach Angaben des Unternehmens insbesondere im gehobenen Individual- und Freizeitreisesegment sowie für kleinere Geschäftsveranstaltungen positionieren.

Teilbetrieb mit fünfzehn Zimmern läuft während laufender Bauarbeiten weiter

Bereits vor der geplanten Gesamteröffnung soll ein Teilbetrieb fortgeführt werden. Laut Mitteilung bleibt eine Dependance mit 15 Zimmern im hinteren Teil des Parks während der Bauarbeiten geöffnet. Diese solle genutzt werden, um Serviceangebote und Positionierung vor dem vollständigen Neustart zu testen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.