Hotel Arbez: Ein Hotel in zwei Ländern

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Arbez liegt in zwei Ländern. Genauer gesagt verläuft die Ländergrenze zwischen Frankreich und der Schweiz direkt durch das Hotel. Das führt seit über 100 Jahren zu skurrilen Situationen, die nicht nur die Küche vor Herausforderungen stellt.

Denn wer im hoteleigenen Restaurant zu Gast ist, darf längst nicht alle Speisen der Karte bestellen. Das ist nämlich vom Sitzplatz abhängig, den der Gast gewählt hat. Auf der französischen Seite darf zum Beispiel keine Portion Tomme Vaudoise geordert werden, weil die strengen europäischen Vorschriften für nicht-pasteurisierte Milchprodukte vorschreiben, dass der Schweizer Käse nicht auf die französische Seite gelangen darf. Einige französische Spezialitäten wie die Saucisse de Morteau hingegen sind im Schweizer Teil nicht zu bekommen, da die Wurstsorte nicht in der Schweiz vertrieben werden darf.

Auch Kartenspieler müssen vorsichtig sein. Wie das Magazin Stern berichtet, seien zwar Spiele im Hotel Arbez generell erlaubt, jedoch dürften dabei keine Karten die Länderseite wechseln.

Historisch hat das Hotel ebenfalls schon immer eine besondere Rolle gespielt. So diente das Hotel während des Zweiten Weltkriegs als Unterschlupf für flüchtende Menschen aus Frankreich. Denn die deutschen Soldaten durften nach der Besetzung Frankreichs zwar den französischen Teil des Hotels nutzen, der Schweizer Teil war aufgrund der Neutralität des Alpenstaats allerdings tabu.  Für sein Engagement wurde der damalige Besitzer des Hotels, Max Arbez, mehrfach geehrt. Unter anderem kannte ihn die israelische Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ an.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach dem wirtschaftlichen Erfolg des Frankfurter Hotels setzt die Hybrid-Marke LyvInn auf Expansion. Bis 2029 plant das Unternehmen unter 14 neue Standorte in europäischen Metropolen wie Berlin und Paris.

Zwei Ibis Budget Hotels in Berlin und Dresden stehen zum Verkauf. Die Objekte in Hoppegarten und Kesselsdorf können einzeln oder als Portfolio erworben werden und bieten verschiedene Optionen für Investoren im Budget-Segment.

Nach der Insolvenz des Hotels Maakt in Stralsund übernimmt die Dormero-Gruppe das Haus. Die Eröffnung mit 100 Zimmern ist für April geplant, unterstützt durch eine politische Initiative.

Seit 20 Jahren prägt Dirk Luther die Kulinarik im Alten Meierhof in Glücksburg. Mit zwei Michelin-Sternen und einer konsequenten Qualitätsphilosophie hat er das Haus an der Flensburger Förde als feste Größe in der deutschen Gastronomielandschaft etabliert.

Premiere in London: Im historischen The Whiteley-Gebäude eröffnet das erste Six Senses des Vereinigten Königreichs. Das Haus setzt auf eine Kombination aus Art-déco-Design, Wellness und einem neuen exklusiven Mitgliederclub.

Der touristische Aufschwung in Schleswig-Holstein setzt sich fort und erreicht erneut ein Rekordergebnis. 2025 zählte das Statistikamt Nord fast 9,7 Millionen Gästeankünfte und fast 38,6 Millionen Übernachtungen.

In der alpinen Hotellerie sichern Frauen durch spezialisierte Konzepte – von der biologischen Küche bis zum Design-Fokus – den Markterfolg. Neun Portraits zeigen, wie weibliche Führungskräfte in Südtirol, Österreich und Deutschland durch individuelle Strategien in ihren Häusern moderne Maßstäbe setzen.

Die Insel Mainau im Bodensee öffnet sich für Übernachtungsgäste. Der neue Bebauungsplan sieht Hoteloptionen am Schwedenhof und im Hafenbereich vor, schließt jedoch eine komplette Umwandlung des Schlosses aus.

Im Kartellverfahren deutscher Hotels gegen Booking.com verlangt das Bezirksgericht Amsterdam zunächst einen konkreten Schadensnachweis der Kläger. Während Booking.com das Urteil als Bestätigung seiner Argumentation bewertet, sieht der Hotelverband Deutschland wichtige Weichen zugunsten der Hotels gestellt.

Die Tui Group erweitert ihr internationales Hotelnetzwerk. Mit über 70 geplanten Projekten, neuen Standorten in Shanghai und Japan sowie dem Buchungsstart für eine neue Robinson-Anlage auf den Kapverden setzt der Konzern verstärkt auf Ganzjahresdestinationen in Asien und Afrika.