Nach dem verheerenden Großbrand im April (Tageskarte berichtete) hat das Hotel Klosterbräu im österreichischen Seefeld in Tirol den Wiederaufbau gestartet und peilt die Wiedereröffnung für den 1. Dezember 2026 an. Das Feuer war im Dachstuhl des Traditionsbetriebs ausgebrochen, der sich zu diesem Zeitpunkt wegen Umbauarbeiten und einer saisonalen Betriebspause in einer Ruhephase befand. Ein Großaufgebot von zeitweise bis zu rund 400 Einsatzkräften der Feuerwehr bekämpfte die Flammen über 14 Stunden lang, bis am Folgetag gegen 10:00 Uhr offiziell „Brand aus“ gemeldet werden konnte.
Berichte über die Brandursache bis Juni
Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden, allerdings entstand am Gebäude ein erheblicher Sachschaden. Die Tiroler Landesstelle für Brandverhütung verweist in ihren abgeschlossen Erhebungen darauf, dass das Feuer mit Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit den Renovierungsarbeiten ausgebrochen sei. Weitere detaillierte Erhebungen durch das Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt stehen noch aus und werden bis Ende Juni erwartet, wobei Brandstiftung bereits ausgeschlossen werden konnte.
Eigentümer schätzen Sachschaden auf zweistelligen Millionenbetrag
Durch das Feuer wurden circa 35 Zimmer, ein Fitness- und ein Meetingraum, Gänge sowie Teile des Dachs und der Photovoltaikanlage zerstört. Das Löschwasser beschädigte zudem an die 20 Zimmer, einen Teil der Hotelhalle, Aufenthaltsbereiche, Teile der Restaurants, die Rezeption und den Kinderclub. Gerettet werden konnten das Haupthaus mit 50 Zimmern, die alten Gewölbe des ehemaligen Klosters, die Küche, der Wellnessbereich und der historische Weinkeller.
Die genaue Schadenshöhe lässt sich derzeit noch nicht beziffert wiedergeben, die laufenden Ermittlungen und Einschätzungen von Sachverständigen, Bauleitung sowie der Eigentümerfamilie Seyrling lassen jedoch eine genauere Eingrenzung im Herbst 2026 erwarten. Nach derzeitigem Stand sei von einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich auszugehen. Hotelbesitzer Alois Seyrling teilt mit, dass das notwendige Abrechnungsprozedere mit den Versicherungen voraussichtlich noch bis Anfang oder Mitte des nächsten Jahres dauern werde.














