Hotel Nordport Plaza am Hamburger Flughafen wegen Corona insolvent

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Nordport Plaza am Hamburger Flughafen hat wegen der Corona-Pandemie Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb des zehnstöckigen Vier-Sterne-S-Hotels mit seinen 188 Betten laufe jedoch weiter, teilte der vom Amtsgericht Hamburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Tjark Thies von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte am Donnerstag mit. Die Gehälter der mehr als 50 Mitarbeiter seien bis Ende Januar über eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung gesichert. Das Vier-Sterne-Plus-Hotel ist das erste Haus der Marke Tribute Portfolio in Deutschland, ein junger Ableger der Marriott-Gruppe.

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie habe das erst 2018 eröffnete und unmittelbar an der Start- und Landebahn liegende Haus erfreuliche Belegungszahlen gehabt. Die coronabedingten Reisebeschränkungen führten jedoch zu einem drastischen Einbruch, wie die Kanzlei mitteilte. Zunächst habe deshalb am 23. November die NDY sechzehnte GmbH als Betreibergesellschaft des Hotels Insolvenz angemeldet, am 27. November sei dann die Eigentümergesellschaft - die Nordport Hotel Bau GmbH & Co. KG - gefolgt.

Der Insolvenzverwalter analysiere derzeit die wirtschaftliche Lage der beiden Gesellschaften und prüfe Sanierungsoptionen. Ob der Beherbergungsbetrieb langfristig fortgeführt werden könne, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Es gebe aber grundsätzlich gute Chancen, einen Käufer für das Hotel zu finden, erklärte Thies. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das erst Anfang Mai eröffnete Holiday Inn – the niu Quay im Harburger Binnenhafen soll nach Medienberichten rund 340 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen. Politiker aus CDU, SPD und FDP kritisieren die geplante Nutzung und fordern Aufklärung über Beteiligung und Kosten.

Hitzewellen beeinflussen nach Beobachtungen von HotellerieSuisse das Buchungsverhalten. Während Gäste kurzfristiger Aufenthalte in den Bergen buchen, berichtet ein Basler Hotel von Stornierungen an besonders heißen Tagen und investiert in die Kühlung seines Gebäudes.

IHA-Chef Markus Luthe kritisiert Aussagen von Booking-Chef Glenn Fogel zu den früheren Preisparitätsklauseln. Anlass ist ein Handelsblatt-Interview vor dem Hintergrund einer in Amsterdam anhängigen Sammelklage von 10.783 Hotels.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.