Hotel-Studie: Kinder sind Wachstumstreiber in deutschen Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Jeder dritte Deutsche hat zwischen 2013 und 2018 mit der Familie in einem Hotel in Deutschland übernachtet. Für 44 Prozent steht der Urlaub mit Partner und Kindern in naher Zukunft ganz fest auf dem Programm - ein Zuwachs um zehn Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. 

Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Studie im Auftrag der Scandic-Hotelgruppe. Damit wird deutlich, wie wichtig diese Zielgruppe für die Hotelbranche ist. Wer möchte, dass sich Familien in der Unterkunft willkommen fühlen, muss sich in ihre Bedürfnisse hineinfühlen. Wichtig ist Eltern vor allem eine kostenfreie Übernachtung der Kinder.

Reisen mit Kindern betrifft zwar nur einen Teil der Bevölkerung. Doch wer in einem Haushalt mit Kindern lebt, verreist auch zumeist als Familie. Die repräsentative Studie zeigt, dass 85 Prozent der befragten Familien ihren Nachwuchs auch mit ins Hotel nehmen. Eltern wissen es dann zu schätzen, wenn Hotels zu einem günstigen und stressfreien Urlaub beitragen. Eine kindgerechte Ausstattung mit Zustell- und Kinderbetten, Hochstühlen und Babyphone ist oft die Grundlage. Kinderfreundlichkeit landet bei den Kriterien zur Hotelwahl mit 60 Prozent der Nennungen aller Deutschen in den Top-Fünf. 

Die Studie bestätigt die Bedeutung finanzieller Entlastung: 69 Prozent der Befragten finden die kostenfreie Übernachtung von Kindern unter 16 Jahren wichtig. Ganz oben auf der Wunschliste rangiert für Haushalte - mit wie ohne Kinder - ein gutes Frühstück. 73 Prozent der befragten Familien legen darauf Wert, gern natürlich mit Ermäßigung.




Wer mit kleinen Kindern anreist, hat oft das Auto dabei, um Kinderwagen, Spielzeug, Windeln und Co. zu transportieren. 67 Prozent der befragten Familien wünschen sich ausreichend Parkflächen. Für 58 Prozent spielen die Parkplätze direkt am Haus bei der Buchung einer Hotelübernachtung eine Rolle

Zurück

Vielleicht auch interessant

Airbnb testet bei ausgewählten Gastgebern „Direct Booking Links“ mit reduzierten Servicegebühren. PhocusWire berichtet von sechs beziehungsweise zehn statt 15,5 Prozent, wenn eine Buchung über einen vom Gastgeber verbreiteten Link zustande kommt.

Die Odyssey Hotel Group hat einen Betreibervertrag für das Mövenpick Hotel Münster mit 224 Zimmern und Suiten abgeschlossen. Das zuvor von Revo Hospitality betriebene Haus soll umfassend renoviert werden.

Ein Gast bewertet eine Unterkunft auf Booking.com mit einem von zehn Punkten, obwohl er dort nicht übernachtet hat. Das Landesgericht Bozen ordnete die Löschung der Rezension an und setzte für Verzögerungen eine Zahlung von 50 Euro pro Tag fest.

B&B Hotels eröffnet ein neues Hotel in Bad Oeynhausen. Das Unternehmen wird bis Ende 2028 im bis dahin umgebauten und modernisierten City Center Neo ein Haus mit rund 100 Zimmern in Betrieb nehmen.

Die Hotelgruppe Mangias Hotels und Resorts hat an der Südostküste Siziliens das Iconas Costa Ragusa Resort eröffnet. Dabei handelt es sich um das erste Anwesen der neu eingeführten Luxusmarke Iconas Collection.

Seekda hat einen Sicherheitsvorfall in seinen Systemen bestätigt. Der ORF berichtet über betrügerische Nachrichten an Hotelgäste, während die Österreichische Hotelvereinigung von ersten Meldungen seit Ende Juli berichtet und Hotels Informationen zum Umgang mit Datenverlusten bereitstellt.

Das erst Anfang Mai eröffnete Holiday Inn – the niu Quay im Harburger Binnenhafen soll nach Medienberichten rund 340 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen. Politiker aus CDU, SPD und FDP kritisieren die geplante Nutzung und fordern Aufklärung über Beteiligung und Kosten.

Hitzewellen beeinflussen nach Beobachtungen von HotellerieSuisse das Buchungsverhalten. Während Gäste kurzfristiger Aufenthalte in den Bergen buchen, berichtet ein Basler Hotel von Stornierungen an besonders heißen Tagen und investiert in die Kühlung seines Gebäudes.

IHA-Chef Markus Luthe kritisiert Aussagen von Booking-Chef Glenn Fogel zu den früheren Preisparitätsklauseln. Anlass ist ein Handelsblatt-Interview vor dem Hintergrund einer in Amsterdam anhängigen Sammelklage von 10.783 Hotels.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.