Hotelgäste bevorzugen leise Minibars und manuelle Abrechnung

| Hotellerie Hotellerie

Die Geräuschentwicklung, die Ausstattung und die Abrechnung gehören zu den wichtigsten Kriterien bei der Minibar im Hotelzimmer. Das geht aus einer Befragung des schwedischen Unternehmens Dometic hervor, für die 2.039 Reisende in Deutschland und den USA befragt wurden. Die Erhebung untersuchte die Nutzung und Erwartungen an Minibars und kleine Kühlschränke in Hotelzimmern.

Besonders wichtig ist den Befragten ein leiser Betrieb. In Deutschland nannten 70 Prozent der Teilnehmer einen geräuscharmen Betrieb als eines der wichtigsten Merkmale. 89 Prozent würden eine leise Minibar einem Gerät mit möglichst niedrigem Energieverbrauch vorziehen. In den USA lagen die entsprechenden Werte bei 53 beziehungsweise 82 Prozent.

Auch die Aufteilung des Innenraums spielt eine Rolle. 45 Prozent der deutschen Befragten legen Wert darauf, große Flaschen aufrecht in der Minibar unterbringen zu können. Verstellbare Ablagen und eine übersichtliche Anordnung der Produkte gehören ebenfalls zu den gewünschten Eigenschaften. Dometic empfiehlt deshalb unter anderem Türfächer für 1,5-Liter-Flaschen und flexibel positionierbare Einlegeböden.

Temperaturregelung und Gestaltung beeinflussen die Erwartungen

Eine unkomplizierte Bedienung ist für die Gäste ebenfalls relevant. 38 Prozent der deutschen Teilnehmer bezeichneten die Möglichkeit, die Temperatur selbst einzustellen, als wichtiges Merkmal. Leicht erreichbare und verständliche Bedienelemente sollen zudem Rückfragen an die Rezeption und zusätzliche Serviceeinsätze reduzieren.

Bei der Gestaltung zeigen sich Unterschiede zwischen den Märkten. Während 56 Prozent der US-amerikanischen Befragten transparente Türen mit Innenbeleuchtung bevorzugen, sprechen sich in Deutschland 62 Prozent für Minibars aus, die in die Möblierung integriert und damit weniger sichtbar sind. Auch beim Zugang ist die Präferenz eindeutig: 92 Prozent der deutschen Teilnehmer bevorzugen eine nicht verschlossene Minibar. In den USA sind es 81 Prozent.

Gäste bevorzugen manuelle Abrechnung

Unterschiede gibt es auch bei der Bezahlung. 61 Prozent der deutschen Befragten bevorzugen es, ihren Verbrauch selbst beim Hotelpersonal anzugeben, statt eine automatische Abrechnung über Sensoren zu nutzen. Bei der Preisauszeichnung wünschen sich 65 Prozent eine separate Preisliste beziehungsweise Menükarte mit den Preisen der angebotenen Produkte.

Dometic empfiehlt Hotels deshalb, die Preise gut sichtbar auszuweisen und bei automatisierten Abrechnungssystemen Möglichkeiten zur unkomplizierten Korrektur fehlerhafter Buchungen vorzusehen.

Für die Untersuchung arbeitete Dometic mit einem internationalen Marktforschungsanbieter zusammen. Befragt wurden 1.021 Personen in Deutschland und 1.018 in den USA, die innerhalb der vergangenen sechs Monate in einem Hotel übernachtet hatten. Die Ergebnisse beziehen sich auf die Nutzung und Präferenzen bei Minibars und Minikühlschränken.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG hat ihren Hotelumsatz im dritten Quartal 2026 auf 56,6 Millionen Euro gesteigert. Während die durchschnittliche Zimmerrate zunahm, ging die Auslastung leicht zurück. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert.

Seetelhotels meldet einen Erpressungsversuch nach einem Ransomware-Angriff. Das Unternehmen informiert seit dem 14. Oktober im Detail über den Vorfall und legt mögliche Folgen, Gegenmaßnahmen und bestehende Unsicherheiten offen.

BWH Hotels führt seine 18 Hotelmarken unter der internationalen Dachmarke WorldHotels zusammen. Best Western bleibt bestehen. Ab Januar 2027 startet zudem ein gemeinsames Bonusprogramm mit rund 70 Millionen Mitgliedern.

Hyatt hat mit dem Thompson Rome das erste Hotel seiner Marke Thompson Hotels in Italien eröffnet. Das Haus in der römischen Innenstadt verfügt über 69 Zimmer und Suiten sowie drei Gastronomiekonzepte.

Hilton steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal 2026 auf 536 Millionen US-Dollar. Zugleich nahm der Hotelkonzern netto 23.000 Zimmer in sein System auf und erhöhte seine Entwicklungspipeline auf 543.100 Zimmer.

Eine Accor-Studie prognostiziert bis 2036 ein Wachstum der touristischen Übernachtungen in Europa um 32 Prozent. Besonders stark soll die internationale Nachfrage in Teilen Osteuropas sowie aus Asien und dem Nahen Osten steigen.

Das Hessnery Hotel in Tallinn wird ab Dezember unter der Marke Adagio Access betrieben. Grundlage ist ein Franchisevertrag mit Accor. Für die Aparthotelmarke ist es der erste Standort in Estland und zugleich das erste Haus in Osteuropa.

Sunday PropTech hat die vollständige Übernahme von Fletcher Hotels mit 170 Häusern vereinbart. Die Investmentgesellschaft wird von Prism unterstützt. Die OYO-Muttergesellschaft ist über Sunday Hotels und Belvilla bereits im deutschen Hotelmarkt vertreten.

Wyndham erwartet, rund 5.000 bis 6.000 Revo-Zimmer im eigenen System zu behalten. Rund 9.100 Zimmer seien bereits ausgeschieden. Bei der ursprünglichen Bestandsgröße nennt die Mitschrift einer Telefonkonferenz unterschiedliche Zahlen. Es kann jedoch von mehr als 20.000 Zimmern ausgegangen werden.

Wyndham meldet vollständige Direktbuchungen samt Bezahlung über Google AI Mode sowie Anwendungen in ChatGPT und Claude. Der Verkehr über die neuen Kanäle sei bislang gering; konkrete Kostenvorteile gegenüber Buchungsportalen bezifferte die Hotelgruppe nicht.