Hotelier auf Rügen bietet komplett klimaneutrale Reisen auf die Insel

| Hotellerie Hotellerie

Ein Hotelier in Binz auf Rügen verspricht seinen Gästen einen klimaneutralen Ostsee-Urlaub. Der Inhaber von drei Hotels, unter anderem das Hotel Vier Jahreszeiten Binz, hat nach eigenen Angaben nicht nur seine Häuser und deren Betriebsprozesse klimaneutral gestellt - was andere Hotels auch schon tun - sondern kompensiert auch den CO2-Fußabdruck seiner Gäste inclusive deren Anreise. Das sei neu in der Hotelbranche, erklärte Gunter Preussker. Die Emissionen kompensiere er über den Erwerb von Anteilen an ausgewiesenen Klimaschutzprojekten. Für die drei Hotels mit zusammen 400 Betten habe er für 30.000 Euro Klima-Zertifikate gekauft. Diese müssten jährlich erneuert werden.

Die Gäste müssten dafür nicht mehr bezahlen, die Mittel gingen vom Gewinn ab, sagte Preussker. Er wolle sich jedoch nicht freikaufen, sondern optimiere Prozesse in den Häusern, von der Beleuchtung über effektivere Energieanlagen bis zur Aufforderung an die Gäste, auf unnötige Reinigungsleistungen zu verzichten. Gäste, die mit der Bahn anreisten, würden belohnt. Für Autoreisende rechneten die Hotels bis zur Einführung einer CO2-Abgabe den Fahrzeugtyp und die zurückgelegte Entfernung in den CO2-Fußabdruck ein, der ausgeglichen werden müsse.

Ein Ziel Preusskers ist ein Gütesiegel für die Hotelbranche, von dem sich Gäste bei der Entscheidung für ein Hotel leiten lassen könnten. Er sei darüber mit Buchungsplattformen im Gespräch. Der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Dettmann, sagte, ein solches Siegel könnte ein tolles Alleinstellungsmerkmal für Hotels sein.

Preussker hat seine Häuser von dem Kompensationsexperten Climate Extender prüfen lassen. Wie Firmengründer Frank Huschka sagte, ermittelt er für jedes Unternehmen die Klimabilanz anhand des Verbrauchs unter anderem von Energie, Wasser und Papier. Aufgrund des errechneten CO2-Ausstoßes würden Zertifikate gekauft. Es stünden 1400 Klimaprojekte in 80 Ländern zur Auswahl, etwa Aufforstungen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.

In Bayreuth ist es laut Polizei zu mehr als 100 auffälligen Hotelbuchungen über ein Online-Portal gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs.

Patrizia hat für das Holiday Inn Express in Augsburg einen neuen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Die The Chocolate on the Pillow Group übernimmt den Betrieb des Hotels mit 136 Zimmern.

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.