Hotelkette ​​​​​​​Santé Royale kündigt Rückzug aus Bad Langensalza an

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Die Hotelkette Santé Royale will sich aus Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis zurückziehen. Der bestehende Vertrag mit der städtischen Kur- und Tourismusgesellschaft (KTL) werde nicht verlängert, teilte Geschäftsführer Stefan Kiefer laut MDR Thüringen in einem Offenen Brief an Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt mit.

Der Rückzug ist demnach für das kommende Jahr vorgesehen. Mit dem Ende des Vertrags entfällt auch die Nutzung der benachbarten Friederikentherme über den sogenannten Bademantelgang. Wie das Unternehmen mitteilte, soll bis zum Sommer entschieden werden, ob das Hotel künftig weiterbetrieben oder anderweitig genutzt wird.

Streit um Nutzung der Therme

Hintergrund ist ein seit Jahren andauernder Konflikt zwischen dem Hotelbetreiber und der KTL. Nach Angaben von MDR Thüringen geht es dabei unter anderem um gestiegene Pauschalpreise für die Thermennutzung sowie Regelungen rund um den Bademantelgang.

Die ursprüngliche Vereinbarung zur Nutzung des Verbindungsgangs wurde laut Bericht im Jahr 2020 von der KTL gekündigt. Der Hotelinhaber klagte dagegen und bekam Recht. Zusätzlich ist eine Schadensersatzklage anhängig, deren Volumen Geschäftsführer Kiefer nach eigenen Angaben auf mehr als zwei Millionen Euro beziffert.

Ein geplanter Gerichtstermin wurde abgesagt, ein neuer Termin steht laut MDR Thüringen noch aus. Mit einem Urteil rechnet Kiefer frühestens im Jahr 2028.

Stadt weist Kritik zurück

Der Bürgermeister von Bad Langensalza, Matthias Reinz, wies die Vorwürfe der Hotelkette zurück. Die Kritik sei „haltlos“ und „überzogen“, sagte Reinz laut MDR Thüringen. Er sieht in dem Offenen Brief vor allem den Versuch, „Druck aufzubauen“.

Zugleich verwies Reinz darauf, dass das Hotel mit Fördermitteln errichtet worden sei und daher nicht ohne Weiteres umgenutzt werden könne. Verträge müssten angepasst werden können, wenn sich Rahmenbedingungen ändern. 


 

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