Housekeeping-Akademie: Gefragt sind sichere Hygienekonzepte

| Hotellerie Hotellerie

Housekeeping-Expertin Mareike Reis bereitet Hotels für die Wiedereröffnung vor. Im Fokus stehen Hygiene, Sicherheit, Wohlbefinden sowie eine professionelle Ausführung der Reinigungsmaßnahmen.

Die Gründerin der Housekeeping Akademie war mit ihrem Team auch während der Corona-Pandemie in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs, um in den Hotels neu entwickelte Hygienekonzepte zu etablieren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer hygienischen Sicherheit im Hotel. Das Ziel ist, einen möglichst hohen Reinigungsstandard zu schaffen und das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit dem Virus zu sensibilisieren, damit das Ansteckungsrisiko im Betriebsablauf möglichst gering gehalten wird.

Reis nutzte hierfür auch Online-Schulungen, mit deren Hilfe sie den Reinigungsfachkräften aktuelles Fachwissen vermittelt: „Wir haben unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmodule ausgearbeitet. Nur so kann ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden. Die Hygieneanforderungen sind nun durch die Corona-Pandemie äußerst anspruchsvoll und komplex geworden. Daher müssen die Housekeeping-Teams gut und sicher für die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit nach dem Lockdown vorbereitet werden. Da sich zahlreiche Mitarbeitende in Kurzarbeit befinden, sollte dies vor den Wiedereröffnungen passieren. Neben fehlendem, obligatorischem Fachwissen muss auch die körperliche Kondition wieder aufgebaut werden“, so Mareike Reis.

Dabei setzt die Hotelbetriebswirtin und Fachwirtin für Reinigungs- & Hygienemanagement nicht nur auf die Vermittlung von aktuellem Fachwissen: Dazu gehört vor allem die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Teamentwicklung und Prozessoptimierung im Housekeeping sind ebenfalls ein Bestandteil der Schulungsprogramme.

Die aktuellen Fortbildungsprogramme umfassen derzeit: „Housekeeping Evolution“ – ein Online-8-Wochen-Programm für die Optimierung der Housekeeping-Abteilung, das Webinar „Hotelreinigung in Pandemiezeiten“, die 2-Tage dauernde „360°-Housekeeping-Analyse“ mit Maßnahmenkatalog vor Ort, um den Status quo zu definieren oder ein individuelles Training für die Betriebe. Ergänzt wird das Angebot durch das „Clean & Safe Hygienekonzept“ mit Zertifizierung und Siegel in Kooperation mit Greensign.

Mareike Reis fügt hinzu: „Unsere Housekeeping Akademie bietet mit ihrem Angebot im deutschsprachigen Raum ein einzigartiges Training und Coaching für die Hotellerie im Bereich des Housekeepings an. Wir unterrichten und trainieren praxisnah und stets auf dem aktuellsten Wissensstand der Gebäudereinigung. Wir sind keine klassischen Beraterinnen. Wir verstehen uns eher als Prozessbegleiterinnen mit Herz und Verstand. Dabei nutzen wir neben unserer langjährigen Praxis-Erfahrung vielfältige Wege, die Prozesse im Housekeeping zu optimieren und somit einen langfristigen Erfolg in puncto Reinigung, Hygiene und Wohlbefinden sicherzustellen. Viele schenkten bislang dem Housekeeping und den Mitarbeitenden nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie benötigt hätten. Spätestens durch die Corona-Situation ist aber klar geworden, dass genau diese Mitarbeitenden viel mehr Beachtung und Ausbildung benötigen, da sie täglich für die Sicherheit aller sorgen.“ 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.