Hutmacher: Zehn Hotels in fünf Jahren 

| Hotellerie Hotellerie

Der EX-A-Ja-Geschäftsführer kauft mit seinen Moon-Hotels private Häuser, denen der Nachfolger fehlt, und betreibt und vermarktet diese dann selbst. Mit der AHGZ sprach Hutmacher jetzt über die Wachstumsziele seines im April gegründeten Unternehmens.

Hutmacher setzt nicht wie die Konzernhotellerie auf schnelle Expansion, sondern auf selektive Käufe von Hotels ohne Nachfolge. „Zwei bis drei Hotels will ich jährlich dazubekommen, dabei habe ich wirtschaftlich starke Mikrostandorte wie Schwäbisch Hall - von denen es in Deutschland noch viele gibt - im Fokus, aber auch Ferienregionen wie den Schwarzwald“, sagt der Hotelier.
Der 44-jährige Unternehmer sieht seine Chance vor allem in der klassischen Privathotellerie in C-Destinationen. „Mich interessieren historische Häuser mit mindestens 45 Zimmern, mit einem Kaufpreis zwischen 3,5 und 15 Mio. Euro“, so Hutmacher im Interview mit der AHGZ.

Auf zehn Häuser in Europa arbeitet Hutmacher in den nächsten fünf Jahren hin. Zur Moon New Era Hotelgruppe gehören derzeit Romantik Hotel der Adelshof in Schwäbisch Hall und das Parkhotel Wehrle in Triberg. In beiden Häusern habe er nach einer kurzen Modernisierungsphase nennenswerte Resultate erreicht, was Vermarktung und Belegung angehe, so Hutmacher.

Dass er Eigentümer und Betreiber zugleich ist, sieht Hutmacher ebenso als großen Pluspunkt, um langfristig finanziell erfolgreich zu sein. „Wenn ich als Betreiber den Ertrag des Hotels steigere, wächst der Wert der Immobilie“, betont Hutmacher.

Holger Hutmacher ist Gründer und alleiniger Gesellschafter der Moon New Era Hotels mit Sitz in Holzgerlingen (Raum Stuttgart). Er führt derzeit zwei Hotels in Baden-Württemberg und wird voraussichtlich im Februar 2019 die Übernahme seines dritten Hauses verkünden. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.