Hyatt Hotels Corporation: Bilanz 2025 zeigt Zweiteilung des Hotelmarktes

| Hotellerie Hotellerie

Die Hyatt Hotels Corporation hat ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Während der Konzern seine strategische Neuausrichtung zum reinen Dienstleistungsmodell (Asset-Light) erfolgreich abschloss, zeigt der Bericht ein differenziertes Bild aus steigenden Umsätzen, einem bilanziellen Nettoverlust und einem starken operativen Ergebnis im Luxussegment.

Rekordumsatz trifft auf bilanziellen Jahresverlust

Im Geschäftsjahr 2025 stiegen die Gesamterlöse von Hyatt auf 7,101 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 6,648 Milliarden US-Dollar). Trotz dieses Wachstums wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 52 Millionen US-Dollar aus. Im vierten Quartal betrug der Verlust 20 Millionen US-Dollar. Dieser Fehlbetrag steht im Gegensatz zum Vorjahr, als durch massive Immobilienverkäufe ein Gewinn von 1,296 Milliarden US-Dollar erzielt wurde.

Der jetzige Verlust ist primär auf die Kosten der Transformation zurückzuführen. Hyatt hat Immobilien im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar aus dem Playa-Portfolio veräußert und hält nun fast ausschließlich Managementverträge. Operativ hingegen überzeugte das Unternehmen: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im vierten Quartal bei 1,33 US-Dollar und übertraf damit die Prognosen der Analysten deutlich.

Starkes Wachstum bei Luxusmarken und World of Hyatt

Das systemweite RevPAR-Wachstum (Erlös pro verfügbarem Zimmer) betrug im vierten Quartal 4,0 Prozent. Besonders die Luxusmarken im Freizeitsegment (9 Prozent) sowie die Region Asien-Pazifik (über 13 Prozent) ragten heraus. Die All-Inclusive-Resorts verzeichneten ein Plus von 8,3 Prozent.

Parallel dazu wuchs das Treueprogramm World of Hyatt um 19 Prozent auf über 63 Millionen Mitglieder. Das Netto-Zimmerwachstum lag bei 7,3 Prozent, wobei die Pipeline mit rund 148.000 Zimmern einen neuen Rekordwert erreichte. In den USA entfielen zwei Drittel der neuen Verträge auf Marken wie Hyatt Studios und Unscripted by Hyatt.

Ausblick 2026: Fokus auf gebührenbasiertes Geschäft

Für das Jahr 2026 erwartet Hyatt, dass rund 90 Prozent der Ergebnisse aus dem gebührenbasierten Management- und Franchise-Geschäft stammen werden. Das Unternehmen prognostiziert ein RevPAR-Wachstum von 1 bis 3 Prozent und ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,155 und 1,205 Milliarden US-Dollar.

Trotz Belastungen durch den Hurrikan Melissa in Jamaika, die mit etwa 15 Millionen US-Dollar veranschlagt werden, plant Hyatt, zwischen 325 und 375 Millionen US-Dollar an die Aktionäre zurückzugeben. Das Nettoeinkommen soll 2026 wieder in die Gewinnzone zwischen 235 und 320 Millionen US-Dollar zurückkehren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.

Airbnb testet bei ausgewählten Gastgebern „Direct Booking Links“ mit reduzierten Servicegebühren. PhocusWire berichtet von sechs beziehungsweise zehn statt 15,5 Prozent, wenn eine Buchung über einen vom Gastgeber verbreiteten Link zustande kommt.

Die Odyssey Hotel Group hat einen Betreibervertrag für das Mövenpick Hotel Münster mit 224 Zimmern und Suiten abgeschlossen. Das zuvor von Revo Hospitality betriebene Haus soll umfassend renoviert werden.

Ein Gast bewertet eine Unterkunft auf Booking.com mit einem von zehn Punkten, obwohl er dort nicht übernachtet hat. Das Landesgericht Bozen ordnete die Löschung der Rezension an und setzte für Verzögerungen eine Zahlung von 50 Euro pro Tag fest.

B&B Hotels eröffnet ein neues Hotel in Bad Oeynhausen. Das Unternehmen wird bis Ende 2028 im bis dahin umgebauten und modernisierten City Center Neo ein Haus mit rund 100 Zimmern in Betrieb nehmen.

Die Hotelgruppe Mangias Hotels und Resorts hat an der Südostküste Siziliens das Iconas Costa Ragusa Resort eröffnet. Dabei handelt es sich um das erste Anwesen der neu eingeführten Luxusmarke Iconas Collection.

Seekda hat einen Sicherheitsvorfall in seinen Systemen bestätigt. Der ORF berichtet über betrügerische Nachrichten an Hotelgäste, während die Österreichische Hotelvereinigung von ersten Meldungen seit Ende Juli berichtet und Hotels Informationen zum Umgang mit Datenverlusten bereitstellt.

Das erst Anfang Mai eröffnete Holiday Inn – the niu Quay im Harburger Binnenhafen soll nach Medienberichten rund 340 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen. Politiker aus CDU, SPD und FDP kritisieren die geplante Nutzung und fordern Aufklärung über Beteiligung und Kosten.