Hyatt kauft Apple Leisure Group von KKR und KSL Capital für 2,7 Milliarden Dollar

| Hotellerie Hotellerie

Der US-amerikanische Hotelbetreiber Hyatt Hotels Corp. kauft den Ferienresortbetreiber Apple Leisure Group (ALG) von den Private-Equity-Firmen KKR und dem Reise- und Freizeitspezialisten KSL Capital Partners für 2,7 Milliarden US-Dollar. Durch das Geschäft erweitert sich das Hyatt-Portfolio um gut 100 Hotels in zehn Ländern.

Im Jahr 2017 kauften KKR und KSL den in Pennsylvania ansässigen Resortbetreiber von Bain Capital zu einem nicht genannten Preis. Hyatt geht davon aus, dass mehr als 80 Prozent des Kaufpreises durch eine Kombination aus Barmitteln in Höhe von einer Milliarde US-Dollar und neuen Fremdmitteln finanziert werden. Das Unternehmen fügte hinzu, dass es eine Finanzierungszusage in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar von JP Morgan erhalten habe.

Hyatt vollzieht mit der Akquisition auch einen strategischen Schwenk, weg von Immobilien- und Pachtmodellen hin zu Einnahmen aus Management-Gebühren. Das Unternehmen geht davon aus, in diesem Jahr Hotelimmobilien im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zu verkaufen und hat sich darüber hinaus verpflichtet, bis Ende 2024 weitere zwei Milliarden US-Dollar an Erlösen aus dem Verkauf von Hotelimmobilien zu erzielen. 

"Wir freuen uns sehr, mit dem Erwerb der Apple Leisure Group eine sehr begehrte unabhängige Resort-Management-Plattform in die Hyatt-Familie zu bringen", sagt Mark Hoplamazian, Präsident und Chief Executive Officer von Hyatt. "Durch die Übernahme der ALG-Häuser wird sich die globale Präsenz von Hyatt in den Resorts sofort verdoppeln. Das Portfolio von ALG an Luxusmarken, die führende Position im All-inclusive-Segment und die umfangreiche Pipeline an neuen Resorts werden unsere Reichweite in bestehenden und neuen Märkten, einschließlich Europa, erweitern und unser branchenführendes Netto-Zimmerwachstum weiter beschleunigen. Wichtig ist, dass die Kombination aus dieser wertsteigernden Akquisition und der Erhöhung unserer Verpflichtung zum Verkauf von Vermögenswerten um zwei Milliarden US-Dollar unser Ertragsprofil verändern wird, und wir erwarten, dass Hyatt bis Ende 2024 80 Prozent gebührenbasierte Erträge erreichen wird."

Es wird erwartet, dass die Bareinnahmen aus dem Zwei-Milliarden-Dollar-Verkaufsprogramm zur Tilgung von Schulden verwendet werden, einschließlich der Schulden, die zur Finanzierung der Übernahme aufgenommen wurden, sagte Hyatt und fügte hinzu, dass der Abschluss der Transaktion für das vierte Quartal 2021 erwartet werde.

Die Apple Leisure Group betreibt ein breites Markenportfolio unter dem Dach der AMR Collection. Dazu gehören etwa die Secrets Resorts & Spas, Dreams Resorts & Spas, Breathless Resorts & Spas, Zoëtry Wellness & Spa Resorts und die europäische Marke Alua Hotels & Resorts.

Zu den rund 100 Resorts mit 33.000 Zimmern kommen nach Unternehmensangaben 24 weitere Projekte, die sich in der Pipeline befinden. Außerdem agiert ALG im Bereich Destination Management Services und Reisetechnologie. CEO Alejandro Reynal soll das Unternehmen weiter führen und an Hyatt-Chef Mark Hoplamazian berichten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.

Mit der Eröffnung des W Sardinia – Poltu Quatu setzt die Marriott-Marke W Hotels ihren Expansionskurs in Italien fort. Das Resort an der sardischen Nordostküste umfasst 157 Zimmer und setzt auf ein Designkonzept mit regionalem Bezug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg feiert im Mai 2026 sein 20-jähriges Bestehen und lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das inhabergeführte Haus setzt weiterhin auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie und Tagungsgeschäft.

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.

Der Betreiber des Hotels auf Burg Schnellenberg in Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter die Sanierungschancen prüft, wird der Betrieb in Attendorn vorerst fortgesetzt.

Der Fahrdienstvermittler Uber Technologies hat neue Funktionen und Produkte vorgestellt, darunter erstmals Hotelbuchungen direkt in der App. Die Integration erfolgt in Kooperation mit Expedia und wird zunächst in den USA eingeführt.

Das Schlosshotel Klaffenbach in Chemnitz erhält einen neuen Betreiber. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, übergeben Silke und Ralf Langer nach insgesamt 17 Jahren Tätigkeit im Haus den Hotelbetrieb an die Primaro Holding unter der Leitung von Darija und Petar Marovic.

Die Motel One Group hat 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten. Das Unternehmen meldet steigende Kennzahlen und weitere Expansion in Europa.