Immobilienberater Colliers gibt Hotelgeschäft in Deutschland auf

| Hotellerie Hotellerie

Von Eva Lebherz

Die Situation in der Immobilienbranche führt zu Konsequenzen auch auf Seiten der Berater. So hat der Dienstleister Colliers entschieden, den Geschäftsbereich Hotel in Deutschland aufzugeben. Colliers trennt sich zum 31.10.2023 vom Hotel-Team unter der Leitung von René Schappner. Schappner war seit Juni 2019 als Head of Hotel und Geschäftsführer für Colliers in Deutschland tätig.

Darüber hinaus haben Colliers und Eva Escaig in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, den gemeinsamen Weg nicht weiter fortzuführen. Escaig war im Juli 2021 als Head of Occupier Services und Geschäftsführerin bei Colliers in Deutschland eingestiegen. Die Aufgaben von Eva Escaig als Head of Occupier Services in Deutschland übernimmt Felix Kluge, der gleichzeitig auch als Head of Business Development Germany tätig ist.

„Das aktuelle Marktumfeld bedingt, sich auf das profitable Kerngeschäft zu fokussieren. Leider sind in einem solchen Umfeld Adjustierungen notwendig. Ich möchte mich bei den betroffenen Mitarbeitern für ihr Engagement bei Colliers bedanken. Ich wünsche, dass sie ihre unternehmerischen Stärken demnächst an anderem Ort wieder entfalten können“, sagt Matthias Leube, CEO & Head of Capital Markets bei Colliers in Deutschland.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit über 700 neuen Hotels, dem Ausbau des Midscale-Segments und einer Rekord-Pipeline bei Luxusimmobilien sowie Wohnresidenzen, festigt der Konzern seine Position.

Der Hotelverband Deutschland sucht innovative Lösungen für die Hotellerie und hat die Bewerbungsphase für den Start-up-Award 2026 gestartet. Bis Ende April können Gründer ihre Konzepte einreichen, die Finalisten präsentieren sich im Juni am Nürburgring dem Fachpublikum.

Accor treibt das eigene Wachstum mit zahlreichen Projekten voran. Von neuen Standorten in Osteuropa bis hin zu Großprojekten auf den Philippinen setzt der Konzern verstärkt auf seine Premium- und Luxusmarken sowie strategische Markteintritte in neuen Regionen.

Was Menschen an einem Ort fühlen, entsteht nicht nur durch Architektur, Design oder Service, sondern auch durch Musik. Eine neue Studie von HearDis! in Zusammenarbeit mit Motel One zeigt, welchen Einfluss lokale Musik auf das Hotelerlebnis hat.

Mit rund 150 Gästen feierte SV Hotel die Eröffnung des ersten Me and All Hotels in Berlin. Das Haus in Friedrichshain markiert den Ausbau der Zusammenarbeit mit Hyatt und setzt auf eine starke lokale Vernetzung im Kiez.

Pächterwechsel am Aalener Hauptbahnhof: Die Familie Grimm übernimmt das bisherige Hotel Maxxund führt es ab März 2026 unter der eigenen Marke Piazza weiter. Insolvenzverwalter Florian Zistler sichert damit nach einjähriger Fortführung alle 29 Arbeitsplätze.

Die digitalen Vertriebskanäle für die Hotels der Revo Hospitality Group, die unter den Marken des Partners Accor geführt werden, sind wieder vollständig aktiv. Nachdem am 16. Januar über technische Einschränkungen bei den Reservierungsmöglichkeiten berichtet wurde, meldete das Unternehmen die komplette Wiederherstellung der Buchbarkeit in den Accor-Systemen.

Meininger Hotels expandiert nach Portugal und plant für Anfang 2028 die Eröffnung des ersten Hauses in Porto. Im Stadtteil Bonfim entsteht ein Neubau mit über 800 Betten, der ökologische Baustandards mit dem hybriden Beherbergungskonzept der Kette verbindet.

Die deutsche Hotellerie befindet sich im Wandel. Für 2026 zeigt sich ein Markt mit stabilisierten Übernachtungszahlen, aber steigenden Kosten, Fachkräftemangel und verändertem Buchungsverhalten. Klassische Preisstrukturen stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.

Die Sanierung des Steigenberger Hotels in Bad Pyrmont verteuert sich laut einem Bericht des NDR um 6,5 Millionen Euro. Grund sind unvorhergesehene Mängel beim Brandschutz. Während das Land Niedersachsen über die Kostenübernahme verhandelt, befinden sich 62 Mitarbeiter in Kurzarbeit.