Insulaner auf Wangerooge stimmen über Grundstücksverkauf für Hotelneubau ab

| Hotellerie Hotellerie

Auf Wangerooge wird über ein touristisches Großprojekt gestritten: Soll die Gemeinde ein Grundstück verkaufen und so Platz für ein geplantes, größeres Hotel an der Strandpromenade schaffen? Nun stand ein Bürgerentscheid an.

Auf Wangerooge waren am Sonntag rund 1000 Insulaner aufgerufen, in einem Bürgerentscheid über den Verkauf eines Gemeindegrundstücks an der Oberen Strandpromenade abzustimmen. Auf der Fläche, auf der zurzeit die Kurverwaltung in älteren Gebäuden untergebracht ist, plant ein Investor früheren Angaben zufolge ein Hotel mit mehreren hundert Betten. Eine Bürgerinitiative hält das Projekt in seiner bislang geplanten Form auf der rund 1200 Einwohner zählenden ostfriesischen Insel für überdimensioniert und strebte den Bürgerentscheid an.

Die Inselgemeinde betonte in einer Mitteilung, es gehe bei dem Entscheid zunächst nur um die Veräußerung des Grundstücks - nicht um die Befürwortung oder Ablehnung eines bestimmten Hotelprojekts. Der Entscheidungsprozess darüber, ob und wie groß ein mögliches Hotel auf dem Grundstück entstehen soll, sei noch nicht abgeschlossen. Der Gemeinderat der vorangegangenen Amtszeit hatte sich zwar grundsätzlich für einen Hotelneubau auf der Fläche ausgesprochen. Seitens des neuen Gemeinderates gebe es aber noch keinen Beschluss zu dem Hotelkonzept, teilte die Gemeinde mit.

Damit der Bürgerentscheid verbindlich ist, müssen mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen. Ein Entscheid gegen den Verkauf des Grundstücks wäre laut der Gemeinde für die nächsten zwei Jahre bindend. Ein Ergebnis wird für den Sonntagabend erwartet. Der Neubau der Kurverwaltung werde unterdessen unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids geplant und vorangetrieben, teilte die Gemeinde mit. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.

Der Hotelverband Deutschland hat seinen aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die Publikation analysiert die wirtschaftliche Entwicklung sowie zentrale Kennzahlen der Hotellerie und bietet Hoteliers damit eine wichtige Orientierung für Marktanalysen, betriebliche Entscheidungen und die Einschätzung aktueller Branchentrends.

Die Apartment-Marke Smartments hat ihr Haus im Berliner Prenzlauer Berg nach einer Renovierungsphase wiedereröffnet. Neben neuen Zimmerkategorien für Familien setzt das Unternehmen verstärkt auf mobile Gastgeber und ein multifunktionales Lobbykonzept.

Im Xperience Quartier in Taufkirchen bei München entstehen neben Büroflächen auch ein Hotel und Tagungsbereiche. Nach Angaben von Art-Invest Real Estate hat Hensoldt bereits den kompletten Bürobauteil des Projekts angemietet.

TikTok hat die Einführung von TikTok GO angekündigt. Nutzer in den USA sollen damit Hotels, Freizeitangebote und Touren direkt in der Anwendung entdecken und buchen können. Nach Angaben des Unternehmens wird die Funktion in Videos, Suchergebnissen und Standortseiten integriert.

Die Hotelgruppe Minor Hotels plant bis zum Jahr 2030 die Eröffnung eines neuen Resorts der Marke Anantara am Roten Meer. Das Projekt in Somabay umfasst neben 300 Hotelzimmern auch 150 private Residenzen.

Das Wiener Hotel Altstadt Vienna hat eine Suite nach Harald Krassnitzer benannt. Die Unterkunft wurde laut Mitteilung gemeinsam mit Architekt Roland Nemetz gestaltet und enthält auch persönliche Gegenstände des Schauspielers sowie Designklassiker.

Das Hotel Hafen Hamburg und das Empire Riverside Hotel haben ein Mental-Health-Coaching für Mitarbeiter eingeführt. Nach Angaben des Unternehmens soll das Angebot zur Mitarbeiterbindung und Unterstützung bei beruflichen sowie privaten Belastungen beitragen.

Die neue Hotelmarke Hiamo eröffnet am 15. Mai ihr erstes Haus in Hamburg-Bergedorf. Nach Angaben des Unternehmens setzt das Konzept auf digitale Abläufe und persönliche Betreuung. Die Leitung des Hauses in Hamburg-Bergedorf übernimmt Manuel Dosz.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im März 2026 mehr Übernachtungen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland.