Investorenlösung für Hotel in Aalen: Aus Maxx wird Piazza

| Hotellerie Hotellerie

Nach rund einem Jahr der Betriebsfortführung in der Insolvenz gibt es eine dauerhafte Lösung für das Hotel am Aalener Hauptbahnhof. Der Insolvenzverwalter Florian Zistler von der Pluta Rechtsanwalts GmbH hat den Geschäftsbetrieb der Scoop Aalen Hotelbetriebs GmbH im Rahmen einer übertragenden Sanierung an die Familie Grimm veräußert. Mit dem Übergang zum 1. März 2026 erfolgt eine Umbenennung des Hauses: Das bisherige Hotel Maxx wird künftig als Piazza geführt.

Erfolgreiche Sanierung nach einjähriger Fortführung

Das Amtsgericht Aalen hatte das Insolvenzverfahren am 1. April 2025 eröffnet, nachdem Florian Zistler bereits im Januar 2025 als vorläufiger Verwalter eingesetzt worden war. Während des gesamten Verfahrens wurde der Hotelbetrieb uneingeschränkt weitergeführt. Laut Zistler verzeichnete das Haus in dieser Phase eine solide wirtschaftliche Entwicklung. Die Zusammenarbeit zwischen der Eigentümergesellschaft, dem bisherigen Franchisegeber und den Erwerbern ermöglichte nun den Abschluss der Verhandlungen.

„Wir haben für den Hotelbetrieb eine nachhaltige Lösung erarbeitet, die sowohl den Fortbestand des Hauses als auch sämtliche Arbeitsplätze sichert“, erklärt Insolvenzverwalter Florian Zistler. Er betont zudem, dass die positiven Buchungszahlen maßgeblich auf den Einsatz der Mitarbeiter zurückzuführen seien. Unterstützt wurde Zistler im Verfahren von dem Wirtschaftsjuristen Dennis Stroh.

Neuer Markenauftritt und kulinarische Neuausrichtung

Mit dem Eigentümerwechsel endet der bestehende Franchisevertrag für das 4-Sterne-Hotel im Einvernehmen zum 28. Februar 2026. Ab März tritt das Haus unter der Marke der neuen Eigentümer auf. Die Familie Grimm verfügt über langjährige Erfahrung in der Branche und betreibt seit 2011 das Piazza Hotel und Restaurant in Dinkelsbühl.

Die neuen Betreiber planen, den Standort am Aalener Hauptbahnhof breiter aufzustellen. „Wir freuen uns, das Hotel künftig unter unserer eigenen Marke Piazza weiterzuführen. Der Betrieb hat großes Potenzial, und wir möchten gemeinsam mit dem bestehenden Team an die positive Entwicklung anknüpfen und das Haus erfolgreich am Markt positionieren“, so Jürgen Grimm. Neben Übernachtungs- und Tagungsgästen soll das Hotel künftig verstärkt als gastronomisches Ziel für die lokale Bevölkerung fungieren. Das in Dinkelsbühl etablierte Restaurantkonzept soll schrittweise am Standort Aalen integriert werden.

Standortsicherung und Erhalt der Arbeitsplätze

Für die 29 Mitarbeiter bedeutet der Verkauf eine langfristige Perspektive, da alle Arbeitsverhältnisse übernommen werden. Auch für die Gäste gibt es Kontinuität: Sämtliche bestehenden Buchungen behalten ihre Gültigkeit. Das Hotel verfügt über 133 Zimmer und Suiten, drei Tagungsräume sowie einen Wellnessbereich. Durch die zentrale Lage am Bahnhof bleibt das Haus ein wichtiger Infrastrukturpunkt für die Stadt Aalen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Aroundtown hat auch das HanseDom Hotel in Stralsund an Sunday Hotels vermietet. Das Hotel soll vollständig renoviert und dafür vorübergehend geschlossen werden; parallel ist eine Modernisierung des HanseDom geplant.

Premier Inn plant ein Hotel mit 244 Zimmern im Münsteraner Quartiersensemble „Drei Schwestern“. Das Haus am Dortmund-Ems-Kanal soll 2029 eröffnet werden.

Hotel Indigo hat weltweit das 200. Hotel eröffnet. Die zur IHG-Hotelgruppe gehörende Marke verdoppelte damit seit 2019 die Zahl ihrer eröffneten Häuser. Weitere 134 Hotels befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Generator erweitert seine Präsenz in London und Paris. Das Unternehmen übernimmt das Novotel London Greenwich und unterzeichnet einen Managementvertrag für ein Bürogebäude im 13. Pariser Arrondissement.

LaPosch – Living Lands hat in Biberwier in Tirol eine umfangreiche Erweiterung eröffnet. Zehn neue Unterkünfte, ein neues Torhaus mit Gastronomie und ein Gartenbad ergänzen das bestehende Chalet-Dorf.

Wyndham Hotels & Resorts hat das Vienna House by Wyndham Frankfurt South eröffnet. Das Hotel in Sachsenhausen startet mit 104 Zimmern und soll bis Ende 2027 auf 139 Zimmer und Suiten erweitert werden.

B&B Hotels hat erste Häuser der Revo Hospitality Group übernommen und betreibt damit erstmals mehr als 250 Hotels in Deutschland. Weitere Standorte sind bereits vertraglich gesichert und befinden sich in der Vorbereitung.

Das Mercure Bonn City Center hat Anfang Oktober 2026 direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Das von DQuadrat Living betriebene Haus wird nun bis zum ersten Quartal 2027 bei laufendem Betrieb renoviert.

he Living Circle führt die Bergwelt Grindelwald seit dem 1. Oktober 2026 operativ. Das Hotel und die Betriebsgesellschaft hatte die Gruppe bereits Ende November 2025 übernommen; bis zur Übergabe blieb Swiss Design Collection Betreiberin.

Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober 2026 drei ehemalige Revo-Hotels mit insgesamt 735 Zimmern als Betreiber übernommen. Die Häuser liegen in München, Hannover und Braunschweig.