Iremis kauft Novotel Freiburg und schließt Mietvertrag mit Scandic

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Der Immobilien-Investmentmanager Iremis hat im Auftrag seines Iremis Hotel Immobilienfonds I das Novotel Freiburg am Konzerthaus von Deka Immobilien erworben. Iremis beziffert den Kaufpreis auf rund 28 Millionen Euro. Gleichzeitig habe das Unternehmen einen langfristigen Mietvertrag mit Scandic Hotels geschlossen. Nach einer umfassenden Sanierung soll das Hotel im Herbst 2027 als Scandic-Hotel wiedereröffnet werden.

Deka Immobilien veräußerte das Hotel aus dem Portfolio des offenen Immobilienfonds WestInvest InterSelect. Der Verkäufer nennt keinen konkreten Kaufpreis und erklärt, dieser liege auf dem Niveau des zuletzt ermittelten Sachverständigenwerts.

Das derzeit unter der Marke Novotel betriebene Haus verfügt über 219 Zimmer. Nach Angaben von Deka umfasst die Mietfläche 11.103 Quadratmeter. Das 1994 errichtete Hotel befindet sich am Konrad-Adenauer-Platz unmittelbar neben dem Konzerthaus sowie in der Nähe des Hauptbahnhofs und der historischen Altstadt.

Bisheriger Pächter verlässt das Freiburger Hotel Ende Dezember 2026

Nach Angaben von Deka wird der bisherige Pächter das Objekt zum 31. Dezember 2026 verlassen. Das Hotel habe sich knapp 18 Jahre im Bestand des WestInvest InterSelect befunden.

Deka erklärt, durch den Verkauf umfangreiche Investitionen in eine Revitalisierung vermeiden zu können. Die Transaktion reduziere wirtschaftliche Risiken einer Sanierung, vermeide einen Anstieg der Leerstandsquote und unterstütze die langfristige Stabilität des Fondsportfolios. Der Verkauf entspreche der Fondsstrategie, das Portfolio zugunsten moderner Core-Objekte und höherer ESG-Standards zu optimieren.

Auf Verkäuferseite waren BNP Paribas Real Estate Hotel Services und die Witte Projektmanagement GmbH beratend tätig.

Iremis saniert das Hotel vor der Wiedereröffnung unter Scandic

Iremis kündigte für 2027 eine umfassende Sanierung an. Ziel der Arbeiten sei es, die Immobilie zu modernisieren, nachhaltiger zu machen und neu zu positionieren, bevor sie unter der Marke Scandic wiedereröffnet werde.

Scandic verfüge über ein Netzwerk von rund 320 Hotels in Europa. Darunter seien zwölf Hotels, die in Deutschland bereits in Betrieb seien oder sich in der Entwicklung befänden.

Jens Mathiesen, Präsident und CEO der Scandic Hotels Group, bezeichnete die Vereinbarung als „einen wichtigen Schritt auf unserem weiteren Wachstumskurs in Deutschland“. Freiburg sei eine Stadt mit einer nach Einschätzung von Scandic starken und stabilen ganzjährigen Nachfrage. Die Lage des Hotels biete dem Unternehmen nach Mathiesens Angaben Voraussetzungen, Scandic an einem neuen deutschen Standort sowohl für Geschäfts- als auch für Urlaubsreisende zu etablieren.

Fonds tätigt mit Freiburg seine zweite Investition in Hotels

Für den Iremis Hotel Immobilienfonds I ist das Hotel in Freiburg nach Unternehmensangaben die zweite Investition. Zuvor hatte der Fonds das „Barceló Dresden Newa“ erworben und neu positioniert.

Iremis begründet die Investition unter anderem mit Freiburgs Stellung als Universitätsstandort, der regionalen Wirtschaft sowie der Nachfrage im Freizeitbereich. Zudem verweist das Unternehmen auf begrenzte Möglichkeiten für neue Hotelentwicklungen in der Stadt.

Peter Lenhardt, Leiter des Bereichs Hotel & Leisure bei Iremis, erklärte, Freiburg passe zur Anlagestrategie des Fonds. Er verwies ebenfalls auf den Universitätsstandort, die regionale Wirtschaft sowie den Freizeit- und Tourismusmarkt und sprach von einer ganzjährig breit gefächerten Nachfrage.

Der erste Iremis Hotel Immobilienfonds wurde nach Angaben des Unternehmens 2023 aufgelegt und werde von deutschen institutionellen Investoren unterstützt. Iremis ist ein in Luxemburg ansässiger, eigentümergeführter Immobilien-Investmentmanager, der von Jos Short und Jochen Schäfer-Suren gegründet wurde. Das Unternehmen ist auf operative Immobiliensektoren mit einem Schwerpunkt auf Hotel und Leisure spezialisiert.

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