Italienische Wettbewerbsbehörde leitet Untersuchung gegen Booking.com ein

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Die italienische Wettbewerbsbehörde hat nach eigenen Angaben ein Verfahren gegen Booking.com eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf unlautere Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit den Sichtbarkeitsprogrammen auf der Online-Plattform. Wie die Behörde bekanntgab, stehen insbesondere die Programme für bevorzugte Partner sowie die Erweiterung für bevorzugte Partner Plus im Fokus der Ermittlungen.

Vorwurf der irreführenden Darstellung

Laut der Wettbewerbsbehörde besteht der Verdacht, dass das Unternehmen teilnehmenden Betrieben eine erhöhte Sichtbarkeit in den Suchergebnissen und eine hervorgehobene grafische Darstellung gewährt. Dabei werde gegenüber den Nutzern suggeriert, dass diese Auswahl auf einer hohen Dienstleistungsqualität sowie einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis basiere. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler scheinen die Kriterien für die Aufnahme in diese Programme jedoch nicht sicherzustellen, dass die beworbenen Standards tatsächlich erfüllt werden.

Finanzielle Anreize laut Behörde im Vordergrund

Die Auswahlkriterien für die Partnerprogramme begünstigen nach Einschätzung der italienischen Aufseher vor allem jene Betriebe, die höhere Vermittlungsgebühren an Booking.com entrichten. Die Qualität der angebotenen Leistungen trete dabei in den Hintergrund. Nach Angaben der Behörde könnten Verbraucher dadurch zu der Annahme verleitet werden, dass die gekennzeichneten Unterkünfte bei ansonsten gleichen Bedingungen ein besseres Gesamtangebot darstellen als Betriebe, die nicht an den Programmen teilnehmen. Dies könne dazu führen, dass Kunden durchschnittlich teurere Übernachtungsmöglichkeiten buchen.

Durchsuchungen in den Geschäftsräumen

Im Rahmen der laufenden Untersuchung wurden bereits Inspektionen in den Räumlichkeiten der Booking.com (Italia) S.r.l. vorgenommen. Wie die Behörde mitteilt, wurden die Beamten dabei von einer Spezialeinheit für Kartellrecht der italienischen Finanzpolizei unterstützt. Ziel dieser Maßnahmen war die Sicherung von Beweismitteln zur weiteren Klärung der Vorwürfe hinsichtlich der geschäftlichen Praktiken auf dem italienischen Markt.

„Wir arbeiten im Rahmen der Untersuchung vollumfänglich mit der AGCM zusammen. Wir sind der Auffassung, dass unsere Partnerprogramme verbraucherrechtliche Anforderungen erfüllen, dabei die Interessen unserer Unterkunftspartner wahren und zugleich sicherstellen, dass Kunden weiterhin von einer großen Auswahl profitieren“, so Booking.com gegenüber Tageskarte.io.


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